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Salzalpensteig Tag 15: von Gosau nach Bad Goisern

Als wir gestern Abend im Hotelzimmer «Zeit im Bild» schauten, fing es an heftig zu gewittern, und kurze Zeit später verabschiedete sich der Fernsehempfang komplett. So etwas habe ich auch ewig nicht erlebt!

Als wir heute Morgen um sieben Uhr aufstehen, regnet es in Strömen, aber als wir um halb neun Uhr losmarschieren, ist es trocken. Auf dem Niederschlagsradar sieht man jedoch, dass noch weitere kleine Regenpakete im Anmarsch sind, deshalb ziehe ich gleich die Regenhose an.

Heute steht unser letzter Aufstieg bevor. Unser Weg führt über den knapp 1’600 Meter hohen Pass zwischen dem Sonnenwendkogel und dem Hoch-Kalmberg vom Gosautal ins Tal des Hallstätter Sees. Dort oben steht die Goiserer Hütte an prächtigster Lage, aber so weit sind wir noch nicht.

Gerade als wir anfangen, die 800 Höhenmeter richtig aufzusteigen, beginnt es zu regnen, und zwar so richtig satt für eine gute halbe Stunde. Das Wasser läuft in Bächen den Waldweg hinab.

Auf dem Weg zur Iglmoosalm

In der Nähe der sehr hübschen Iglmoosalm kommen uns einige Wanderer entgegen. Wir sind also nicht die einzigen Spinner, die bei diesem Wetter unterwegs sind. Die kommen von der Goiserer Hütte, wo man übernachten kann.

Der Regen hört aber wieder auf, und der Himmel reisst tatsächlich auf, als wie die Goiserer Hütte erreichen. Wir sind so glücklich darüber, dass wir glatt vergessen, Fotos zu schiessen. Wir trinken Schorle und Kaffee, essen Kuchen, geniessen den Blick in die beiden Täler und in die Berge, streicheln den Hüttenhund und plaudern mit dem Hüttenwart. Ausser uns sitzt nur noch ein einzelner Gast auf der Terrasse; es ist einfach prächtig.

Der Hüttenhund

Als der Nebel von der Bad Goiserer Seite wieder aufsteigt, machen wir uns an den steilen Abstieg im Bergkessel. Der Weg ist zum Glück recht gut und das Kalkgestein nicht rutschig. Wir erreichen die «Dichterinquelle», sind aber nicht durstig. Beim Aufstieg in der glühenden Sonne trinkt man hier bestimmt gern etwas.

Dichterinquelle

Wir steigen weiter ab, werden bei der Trockentannalm von extrem aggressiven Bremsen attackiert, die wohl die Rindviecher vermissen, es sind jedenfalls keine in Sicht. Etwas später machen wir Essenspause und bewundern zwei grosse Bachbetten mit künstlichen Verbauungen, in denen erstaunlicherweise kein Wasser fliesst. Die Sonne scheint nun wieder, und es wird sofort heiss und schwül.

Bis nach Bad Goisern ist es nur noch ein Katzensprung. Wir sind mitten im Ort untergebracht, was wir als willkommene Abwechslung empfinden. Nach einer Dusche setzen wir uns an der Hauptkreuzung in ein italienisches Eiscafé und schauen dem Treiben der Leute zu.

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