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«Gore Vidal: The United States of Amnesia»

Als wir am Donnerstag nach dem Film von der Sihlcity zum Bahnhof zurückfuhren, stieg beim Rennweg Mike Müller ins Tram. Der hat so einen markanten Grind, dass sogar ich ihn erkannte, und ich bin wahrlich nicht sehr gut darin, Promis zu erkennen.

Heute läuft unser letzter Film des Zurich Film Festivals, und zwar im Corso. Beim Haupteingang steht auf einem Schild «Gäste», und ich frage mich, ob ich jetzt Gast bin? Nein, da ist wieder irgend so ein Empfang, und wir müssen um das Gebäude herum zum Hintereingang, um in den Saal vier zu gelangen. Als wir gerade durch die Seitengasse marschieren, öffnet sich der Seiteneingang des Kinos, und unter dem Applaus und Blitzlichtgewitter der nicht sonderlich grossen Menschentraube, die sich dort platziert hat, tritt Harrison Ford auf die Strasse. Er ist sicher nicht mehr als drei Meter von uns entfernt und steigt in eine schwarze Limousine. Ich kann mich gerade noch zurückhalten mit dem Pfeifen der Indiana-Jones-Melodie.

Die Dokumentation über Gore Vidal ist solide gemacht, und ich erfahre einiges über den brillianten amerikanischen Denker und Schriftsteller.

Zu Recht stellt sich die Frage:

Wer wird in Zukunft den verbalen Knüppel zur Hand nehmen, den Amerika augenscheinlich dringend braucht?

Der Regisseur ist anwesend und beantwortet nach dem Film die zahlreichen Fragen aus dem Publikum, das zu einem guten Teil aus Amerikanerinnen und Amerikanern besteht. Wen wunderts.

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