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Schluchtensteig (2): von Stühlingen nach Blumberg

Es regnet die ganze Nacht, und zwar in Strömen, man wähnt sich im Tessin. Wir lassen uns Zeit am Morgen, denn der Regen soll je länger je mehr nachlassen. Das tut er auch tatsächlich, es gibt sogar trockene Phasen. Für das Lunchpaket dürfen wir uns vom reichhaltigen Frühstücksbuffet bedienen. Wasser bekommen wir direkt vom Zapfhahn in unsere Flaschen. Gegen halb zehn Uhr marschieren wir los.

Es regnet.

Es regnet.

Der Weg ins Zentrum vom Stühlingen – wo der Schluchtensteig beginnt – führt uns an einem wunderbar gelegenen Kapuzinerkloster vorbei. Ich frage mich, ob sie dort Kresse anbauen.

Schon bald geht es im flachen Tal der unteren Wutach entlang, welche viel braunes Wasser führt und ziemlich tost.

Hochwasser in der Wutach.

Hochwasser in der Wutach.

Wir erreichen die Station Weizen, ihres Zeichens der Beginn der Sauschwänzlebahn. Sie fährt leider nur am Wochenende. Wir folgen mehr oder weniger ihrem Weg. Unter dem Wutachviadukt machen wir Rast und hören einen Zug kommen.

Viadukt der Wutachtalbahn mit Frau (vorne).

Viadukt der Wutachtalbahn mit Frau (vorne).

Es ist aber nur ein Bagger, der transportiert wird, kein Dampf-Museumszug. Die Gegend ist recht wild. Einmal müssen wir halb klettern, weil drei umgefallene Bäume den Weg versperren.

Das Unwetter hinterliess Spuren.

Das Unwetter hinterliess Spuren.

Dann stossen wir auf eine Schneise, in der einst ein Sturm unheimlich gewütet haben muss, so viele umgeknickte Bäume hat es.

Wir steigen die Wutachflühe empor und geniessen die traumhafte Gegend voller Bäume, Felsen, Moose, Farne und Orchideen.

Wutachflühen.

Wutachflühen.

Man fühlt sich ein wenig wie in den Tropen, vor allem auch unter der Regenjacke. Die Wutach liegt immer weiter unten, dafür wird der Ausblick ins Tal immer besser. Dann verlassen wir die Schlucht Richtung Blumberg, unseren Etappenort. Durch Feld und Wald geht es auf den Buchberg.

Aussicht von der Buschberghütte.

Aussicht von der Buchberghütte.

Auf dem höchsten Punkt liegt ein wunderbarer Grillplatz mit bester Aussicht, den wir leider nicht berücksichtigen können, da wir bereits vorher noch eine Pause einlegen mussten.

Nebelschwaden.

Nebelschwaden.

Dann aber geht es bergab, und nach fünf Stunden Wanderzeit und 20 Kilometer in den Beinen erreichen wir unser Hotel in Blumberg. Dort erfahren wir, dass die Regenfälle und das Hochwasser einen Teil unserer morgigen Etappe zerstört haben. Wir wissen noch nicht genau, was gehen wird.

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