Der Stein so weiss
das Gesicht voll Schweiss
der Kaffee so heiss
das Ragusa so feiss …
Schön war die Reis’!

Chamben

Wir waren wieder einmal auf dem Jura-Höhenweg unterwegs. Es war einfach traumhaft! Die Bilder auf picasa sprechen für sich. Oben sehen wir übrigens den Chamben. Auf dem waren wir nicht.

{ 0 comments }

Höchenschwand

by Christof on 6. Oktober 2014, 08:12

in Wanderlust

Das verlängerte Wochenende verbrachten wir in Höchenschwand. In welcher Gegend liegt Höchenschwand? Ein Blick auf das erste Bild hilft:

Alles klar: im Schwarzwald natürlich! Am Freitag reisten wir an; schon nach Waldshut löste sich der Nebel auf, wunderbar! Wir statteten Titisee einen Besuch ab und strömten mit der Touristenmenge durch die kitschgesäumte Promenade. Essenstechnisch allerdings lässt der Ort keine Wünsche offen:

Im Hotel in Höchenschwand ging es geruhsamer zu und her. Etwas verwirrt hat mich der “Meldeschein für Übernachtungsgäste”, ein solch riesiges Formular mussten wir nicht einmal in Südamerika ausfüllen. Doch, das sei leider nötig, beschied mir die Empfangsdame freundlich, aber bestimmt. Und übrigens seien wir am Samstagnachmittag um 14 Uhr für die Leinöl-Massage gebucht. Wir sind wofür gebucht, und wann genau? Eigentlich wollen wir morgen wandern gehen, nicht geölt werden. Wir buchen also auf Sonntag um. Dafür gibt’s jetzt ein extra grosses Stück vom Mohnkuchen.

Wir haben ein Arrangement mit Vollpension gebucht, also Frühstück, Mittagessen oder Wanderlunch und Nachtessen. Einfach, meinen wir. Ha! Denn am Abend erwartet uns die nächste Herausforderung: Der Flambi-Spiess! Ob wir den Flambi-Spiess heute oder morgen wollen, werden wir gefragt. Heute gebe es das Fischmenü, man könne beim Hauptgang aber auch Fleisch nehmen oder Vegi. Oder eben den Flambi-Spiess, der Teil unseres Angebots sei. Aber morgen gebe es das Gala-Menü, da sei das Rinderfilet der Hauptgang, da rate sie uns eher vom Flambi-Spiess ab. Auch nach dem zweiten Erklärungsversuch sind wir komplett verwirrt. Wir verzichten auf den Spiess und zwar heute und morgen und nehmen das Fischmenü, also heute. Morgen nehmen wir dann das Rinderfilet. Vermutlich wird uns der Flambi-Spiess nachgesendet …

Am Samstag: stockdichter Nebel. Also lassen wir uns Zeit beim Frühstück und richten uns noch ein Lunchpaket. Nein, PET-Flaschen hätten sie nicht, die müssten wir schon wir im Einkaufparadies Schmidt kaufen, das heisst wirklich so. Mit Getränk und Lunchpaket brechen wir auf die Route TK6 auf, das ist der Terrainkurweg 6 rund um Höchenschwand auf. Die Mahnung nehmen wir uns zu Herzen.

Schnell verzieht sich der Nebel, es ist wunderbar warm.

Nicht dass jetzt die Gegend total anders als bei uns aussehen würde, aber schön ist natürlich trotzdem!

Gut gefallen hat mir die Werbung für das Eigenheim: Worauf kommt es wirklich an? Ruhe? Platz? Balkon? Ach was, ganz klar:

Die Rundwanderung gibt ordentlich Hunger, das Gala-Menü ist vorzüglich, und der Flambi-Spiess ist kein Thema mehr.

Am Sonntag lungern wir nach dem Frühstück noch etwas herum, dann geht’s in die Massage mit Fichtenöl, ich rieche nach einer Stunde wie ein harziger Tannenzapfen und fühle mich gut. Dann brechen wir auf, statten der Brauerei Rothaus, die gleich um die Ecke liegt, noch einen Besuch ab und decken uns mit Hefeweizen und Eiszäpfle ein. Dann geht es zurück über kurvige Strassen nach Hause.

{ 0 comments }

Vom Saar-Hunsrück-Steig

by Brige on 12. September 2014, 11:40

in Wanderlust

Wer die ganze Bildergalerie sehen möchte, klickt hier.

Ansonsten … schön war das im Saarland und in Rheinland-Pfalz!

Am Anreise- und am Abreisetag regnete es – und während der zehn restlichen Ferientage genau zwei Stunden. Wir hatten vorzügliches Wanderwetter.

Die Saarschleife ist der Höhepunkt. Dass man sie bereits am zweiter Wandertag sieht, ist vielleicht etwas schade. Der Weg ist sonst nicht spektakulär, aber immer schön, kaum Asphalt, kaum Siedlungen, nur Feld, Wald und Wiesen.

Goretex-Schuhe sind ein Muss, sonst hat man garantiert nasse Füsse.

Man ist etwas gar viel im Wald, findet Christof. Aber die Pilz-Vielfalt ist grandios, finde ich.

Im Saarland hat es überall Schnecken, sogar auf der Speisekarte.

Die Hotels waren im Durchschnitt gut. Am schlimmsten fand ich das leicht nach Schimmel riechende Zimmer im Langenstein in Riveris. Christofs Tiefpunkt war das Restaurant im Keller der Girtenmühle. Beide waren wir enttäuscht vom Restaurant im Parkhotel Weiskirchen; das war keine Viersterneküche. Und das Primavera in Trier hat sicher schon bessere Zeiten gesehen. Ausgezeichnet war das Hotel zur Post in Kell am See: superfreundlicher Service, eine sehr gute regionale Küche – ich genoss eine Bioforelle aus Börfink – und ein grosses, komfortables Zimmer mit HD-TV und WLAN.

Das Essen war deftig wie gewöhnlich auf dem Land in Deutschland. Das Grundnahrungsmittel ist Sahne. Zum Glück haben wir beim Wandern viele Kalorien verbrannt.

Das Bier ist einfach toll, am besten schmeckt es vom Zapfhahn eines Brauhauses (Christofs Beste: Das dunkle Donatus aus dem Hochwälder Brauhaus bei Losheim, das Märzen-Bier der Mettlacher Abtei-Bräu, das Weizen der Kraft Bräu aus Trier).

Nicht zu verachten ist natürlich auch der Riesling, den man flaschen- oder deziliterweise im Restaurant bekommt. Den haben wir ja schon vor drei Jahren auf dem Rheinburgenweg entdeckt. Inzwischen sind wir so richtig auf den Geschmack gekommen.

Kaffee und Kuchen gab es unterwegs leider viel zu selten. In Trier allerdings ist das Angebot traumhaft. Eisschokolade mag ich auch sehr.

Dass unsere Hotels alle praktisch am Saar-Hunsrück-Steig stehen, war sehr angenehm. Auf anderen Wanderungen hatten wir manchmal lange Zustiege zu bewältigen. Am weitesten entfernt war das Parkhotel, aber für ein Viersterne-Zimmer nimmt man gerne zwei Extrakilometer unter die Füsse.

Trier ist eine schöne und interessante Stadt, sogar wenn man Vindonissa direkt um die Ecke hat. Der Extratag hat kaum ausgereicht für die Erkundung.

Für die Strecke zwischen Mannheim und Trier wählten wir zwei verschiedene Varianten: den Hinweg via Koblenz, den Rückweg via Saarbrücken und Kaiserslautern. Das hat sich gelohnt; beide Zugfahrten führten uns durch prächtige Landschaften.

{ 2 comments }

Saar-Hunsrück-Steig Tag 12: von Trier nach Brugg

by Christof on 11. September 2014, 08:00

in Wanderlust

Der letzte Tag ist schnell erzählt. Abfahrt in Trier Hbf um 08:31, umsteigen in Mannheim, umsteigen in Basel, Ankunft in Brugg um 14:57. Der Mosel-Pfalz-Express führt uns auf dem Streckenabschnitt zwischen Trier und Mannheim zu Beginn nochmals an die Saar, wo wir die ersten Tage gewandert sind. Schön, die Gegend auch einmal aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen. Im ICE ab Mannheim gönnen wir uns Chili con carne am Platz. Das stärkt uns für die Post- und Wäscheberge, die zuhause bewältigt werden müssen.

Hinter uns liegen 4.60 Meter Wanderung im Saarland und in Rheinland-Pfalz, so lange jedenfalls ist der ungefaltete Leporello mit der Wanderwegbeschreibung. Hinter uns liegen aber vor allem neun schöne Tage bei bestem Wanderwetter!

P1050645-leporello

{ 1 comment }

Saar-Hunsrück-Steig Tag 11: Trier

by Brige on 10. September 2014, 09:14

in Wanderlust, Was uns interessiert

Heute wollen wir den Tag gemütlich beginnen und mit einer Moselrundfahrt starten. Um zehn Uhr fährt das erste Schiff. Ich erwarte Betrieb wie am Bürkliplatz und dränge Christof, frühzeitig an der Anlegestelle Zurlauben zu erscheinen. Als wir um halb zehn die Karte für die grosse Rundfahrt lösen wollen, sind wir die ersten, und es ist noch nicht klar, ob die Fahrt überhaupt stattfindet. Verdutzt gehen wir einen Kaffee trinken und versuchen es eine Viertelstunde später noch einmal. Wir haben Glück: Eine fünfköpfige Gruppe hat sich ebenfalls angemeldet.

Also dürfen wir auf die «Undine II», die 300 Personen Platz bietet. Zu siebt absolvieren wir die erste Schleife: eine halbe Stunde flussabwärts und wieder zurück. Das Schiff fährt erstaunlich ruhig, und der Kapitän erzählt uns vom Wein und der einzigen Werft an der Mosel. Als es uns auf dem Oberdeck zu kühl wird, trinken wir im Innenraum einen Cappuccino. Zurück in Zurlauben steigen noch rund zwanzig Gäste zu, und nun geht es flussaufwärts bis zur Talsperre Trier. Unterwegs passieren wir die Römerbrücke und sehen allerlei Interessantes wie zwei alte Lastkräne und die Weinkellerei Leonard Keusch. Wir sitzen selbstverständlich oben zuvorderst auf dem Schiff.

Römerbrücke

Hafenkran

Mit dem Ende der Rundfahrt ist Mittag geworden und wir hungrig. Wir spazieren in die Innenstadt und setzen uns mehr oder weniger ins erstbeste Restaurant, wo wir zur Abwechslung einmal kein Fleisch essen. Ich nehme Suppe, Pfifferlinge und Salat und Christof Suppe und Knödel. Nun sind wir gestärkt für die nächste Sehenswürdigkeit: den Trierer Dom. Da ist aber nicht nur der gigantische Dom zu bewundern, sondern praktisch daran angebaut auch die Liebfrauenkirche und der Kreuzgang. Und nicht zu vergessen: der Heilige Rock. Das ist die Tunika Christi, eine kostbare Reliquie – wenn man es glaubt.

Kreuzgang Trierer Dom

Anschlissend werfen wir einen Blick in die Konstantinbasilika, ein ebenfalls sehr eindrückliches Bauwerk. Noch eindrücklicher ist jedoch ihre Orgel. Sie wurde 1944 durch einen Bombenangriff zerstört und wird seit 1956 neu gebaut. Noch dieses Jahr soll sie fertig werden. «Das neue Instrument wird 87 Register (82 echte Register) auf vier Manualen und Pedal haben (über 6.000 Pfeifen).» Wahnsinn – diese Orgel würden wir gerne hören!

Und schon sind wir wieder etwas hungrig geworden und suchen ein Café auf, das wir gestern entdeckt haben. Zum letzten Mal gönnen wir und dicke Tortenstücke. Abendessen tun wir heute natürlich auch, und zwar bei Becker’s xo. Nach all den Sandwiches (ich hatte 17 in den letzten 9 Tagen), Schnitzeltellern und Salathaufen haben wir Lust auf feine Küche und landen zufällig, aber zielsicher beim Sternekoch. Mich interessierte ja vor allem die vegane Mayonnaise, die ich auf der Karte sah, als wir gestern einen Tisch reservierten. Sie schmeckt dann auch vorzüglich, und der Rest von Hummersuppe bis Quinoa und Schmand ebenso. Das ist ein würdiger Abschluss unseres Aufenthaltes in Rheinland-Pfalz. Morgen fahren wir zurück nach Hause.

{ 0 comments }

Saar-Hunsrück-Steig Tag 10: von Riveris nach Trier

by Christof 9. September 2014, 10:00

Kurz nach 9 Uhr verlassen wir Riveris und werfen einen letzten Blick zurück auf das verschlafene Kaff. In der Nähe von Waldrach macht sich bereits das historische Trier bemerkbar, hier wurde ein Stück der römischen Wasserversorgung wiederaufgebaut. Der Weg schlängelt sich entlang dem Ruwertal nach Kasel und dort den Benninger Bach hoch nochmals auf rund […]

Vollständigen Artikel lesen →

Saar-Hunsrück-Steig Tag 9: von Kell am See nach Riveris

by Brige 8. September 2014, 11:40

Zur Abwechslung bekommen wir heute zu unserem Lunchpaket zwei Halbliterflaschen stilles Wasser, und nicht nur eine mit wahnsinnig viel Kohlensäure. Christof ist zufrieden. Wir benützen den zweiten Zustieg zum Saar-Hunsrück-Steig und nicht den von gestern. Wir sehen so mehr vom Ort und müssen nichts doppelt laufen. Das Stück dem Waldrand entlang um Kell am See […]

Vollständigen Artikel lesen →