Da ich ja auch endlich zu den stolzen Besitzern eines Smartphones gehöre, muss ich natürlich alles ausprobieren. Besonders angetan hat es mir das tracking. Das heisst, wenn ich mit dem Velo oder zu Fuss unterwegs bin, lasse ich mir von einer App auf dem Mobiltelefon den Weg aufzeichnen und die Zeit messen. Nebenbei werden Daten wie Höchstgeschwindigkeit, Höhenmeter, verbrannte Kalorieren und so weiter berechnet.
Ich bin total verblüfft, wie genau das Programm funktioniert. Ob ich nun zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs bin, der aufgezeichnete Weg stimmt überraschend gut mit der Realität überein. Ausser vielleicht heute, denn heute probierte ich die Funktion aus, bei der das Programm merken soll, wenn ich eine Pause mache. Also fuhr ich zuerst zum Velomech, um die bockende Schaltung am Mountainbike justieren zu lassen. Das ging noch gut. Aber anschliessend fuhr ich auf den Bözberg, um R. zu besuchen. Und dort stand ich natürlich nicht eine Stunde lang still, sondern bewegte mich zum Beispiel vom Garagenplatz ins Haus und wieder zurück. Dies veranlasste Endomondo, so heisst mein Tracking-Programm, zu wilden Spekulationen über meine gefahrene Route:

Noch besser gefällt mir allerdings, in welchem Tempo ich dieses wilde Manöver absolviert haben soll:

Ich werde in Zukunft den Pausenknopf drücken, wenn ich die Fahrt unterbreche.
von Brige am 23. Januar 2012, 23:06
in Kultur
Das ist bekannterweise der Titel des letzten Films von und mit George Clooney. Und da der Film viel Lob erhalten hat, wollten wir ihn natürlich sehen. Ich gebe zu, dass ich den Titel googeln musste (Christof ist in unserem Haushalt der Lateiner). Also:
Die Iden des März (englisch Ides of March; von lateinisch Idus Martiae) sind eine in vielen Sprachen gebräuchliche Metapher für bevorstehendes Unheil, die auf die Ermordung Gaius Iulius Caesars am 15. März des Jahres 44 vor Christus Bezug nimmt. Nach Plutarch warnte der Augur Titus Vestricius Spurinna Caesar am Tage vor dem Anschlag mit den Worten: „Cave Idus Martias“ (deutsch: „Hüte dich vor den Iden des März“). Im römischen Kalender fielen die in der Monatsmitte angesiedelten Iden genannten Festtage im Martius (März) wie in drei weiteren Monaten auf den 15. Tag des Monats. (Quelle: Wikipedia)
Der Film handelt denn auch von Politik, nämlich vom Wahlkampf um das US-amerikanische Präsidentschaftsamt. Im Zentrum steht allerdings weniger der Kandidat selbst, als vielmehr das Wahlkampfteam, insbesondere der aufstrebende 30-jährige Stephen Meyers (gespielt von Ryan Gosling). Der gerät von einer Intrige in die nächste, bis er die Fäden selbst in die Hand nimmt und seinerseits anfängt, Druck auszuüben. Die Moral bleibt dabei – wen wundert’s – auf der Strecke.
Uns hat der Film bestens unterhalten. Er fängt zwar etwas brav und vorhersehbar an, nimmt dann aber gehörig Fahrt auf und wird richtig spannend. Auch der offene Schluss gefiel uns gut; und die Schauspieler sind grossartig. Wir müssen unbedingt wieder öfter ins Kino!
von Brige am 19. Januar 2012, 14:30
in Fotos
von Brige am 13. Januar 2012, 23:52
in Kultur
Heute Abend hatten wir das Vergnügen, Joachim Rittmeyer mit seinem aktuellen Programm «Lockstoff» live im Odeon zu erleben. Der Rahmen des Stücks bildet das Verschwinden eines seltenen Tieres (die frei lebenden Exemplare könne man an einer Hand abzählen, die in Gefangenschaft gehaltenen an einer Schreinerhand). Das Tier hat sich im Theaterraum versteckt; zuerst versucht man es in eine Falle zu locken, später wird es per Infrarotkamera geortet. Rittmeyer spielt abwechselnd einen Biologen mit Bündner Akzent, einen Pianisten aus Osteuropa und den Labor-Assistenten aus der Ostschweiz (klar, es handelt sich um den guten alten Hanspeter Brauchle). Diese drei Figuren füllen den Abend mit komischen Geschichten, es ist eine wahre Freude. Brauchle sinniert über das Rucksackpacken, der Pianist erläutert seine Probleme mit dem Schweizerdeutschen, und der Biologe erzählt vom Tier, das sich im Moment des Angriffs optisch unscharf mache und einem dann den Astralkörper absauge. Der Höhepunkt des Programms ist für mich aber die vertonte Gebrauchsanweisung der Infrarotkamera. Weltklasse, wir kugeln uns vor Lachen! Keine Frage, mit «Lockstoff» ist Joachim Rittmeyer ein grossartiger Kabarettabend gelungen.
Dieses Jahr wird das Familienweihnachtsfest ja bei uns stattfinden, und wir nehmen diese Verpflichtung sehr ernst: Die ersten Kugeln für den Weihnachtsbaum haben wir bereits im Haus!


So, seit gestern gehöre ich endlich auch zu den Menschen, welche im Zug gebannt auf Ihr Smartphone starren und mit den Fingern sanft über das Display wischen können. Nach monatelanger Evaluation habe ich mir nämlich zum Geburtstag ein Samsung Galaxy SII geleistet. Bis jetzt, kann ich sagen, macht das Teil enorm Freude. (Ich werde aber in Zukunft im Zug trotzdem lieber auf meinen E-Reader starren oder sogar in ein Buch.)
Die Maus dazu ist eine Hinterlassenschaft von Simba und Santos. Gestern wurden die beiden Ferienkater von M. wieder nach Hause geholt. Ich dachte ja, dass ich diesmal alle Mäuse gefunden hätte, aber da versteckte sich noch eine in meinem Bett, die kam erst heute Morgen zum Vorschein. Sie wird natürlich bis zum nächsten Aufenthalt aufbewahrt.
Selbstverständlich lud ich auch dieses Jahr zum traditionellen Geburtstagsapéro, und die Gäste erschienen zahlreich. Sogar deutlich zahlreicher als erwartet, so dass kaum mehr Partybrotreste für unser Abendessen übrig blieben. Es war eine ausgesprochen fröhliche Runde, und die Ferienkater hatten grosse Freude an den vielen Besuchern. Und ich hatte grosse Freude an den Geschenken. Ich bekam zum Beispiel Ribelmais, ein Buch mit wissenschaftlichen Tätowiersujets, eine Hupe für das neue Velo und zwei Stoffbüsi zur Überbrückung der kommenden Monate ohne Simba und Santos. Der übliche Verdauungsspaziergang am Nachmittag fiel leider aus; das Wetter spielte überhaupt nicht mit. Dafür durfte ich Premier-League-Fussball schlafen schauen …
