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Seleger Moor

Nachdem wir jahrelang davon gesprochen haben, unternehmen wir heute tatsächlich einen Ausflug ins Seleger Moor. Ich erwarte eine Gartenanlage mit ein paar Rhododendren und Azaleen und werde angenehm enttäuscht: Es ist ein wunderbarer Naturpark mit vielen Bäumen, Teichen, Farnen und natürlich Rhododendren und Azaleen. Die Blütenpracht ist unbeschreiblich! An den grossen Pflanzen erkennt man, wie alt die Anlage ist. Gehet hin und schaut selber!

Anschliessend wandern wir vom Seleger Moor nach Hausen am Albis, und von dort steigen wir auf zum Albishorn. Auf der Terrasse des gleichnamigen Bergrestaurants stärken wir uns mit Hörnli, Ghacktem und Apfelmus.

Mit frischer Kraft wandern wir weiter auf dem Gratweg zur Albispasshöhe. Von dort geht es mit dem Postauto zum Bahnhof Langnau-Gattikon, wo wir uns eine Glacé genehmigen, bevor wir mit der Sihltahlbahn nach Zürich bummeln. Ein perfekter Ausflug war das!

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Kirschbaumblütenwanderung

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Zeichnen und Malen im März

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«Egon Schiele – Jenny Saville»

Diese Ausstellung im Kunsthaus Zürich war fast zu viel für mich. Zwei Künstler, die radikal Körper malen, da ist überhaupt nichts Schönes, da ist Knorriges, Ausgezehrtes bei Egon Schiele und pralle Leiber und Fleischberge bei Jenny Saville. Trotzdem haben mir die Bilder sehr gut gefallen, vor allem Jenny Savilles riesige Werke haben es mir angetan, die kannte ich überhaupt nicht. Die Künstler hätten eigentlich beide eine eigene Ausstellung verdient; von Saville hätte ich gerne noch mehr Werke betrachtet. Aber es gibt ja das Internet


Jenny Saville; Stare; Öl auf Leinwand; 305 x 250 cm; 2004/05

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«Auswahl 14»

Immer Ende Jahr zeigt das Aargauer Kunsthaus einen Querschnitt durch das Schaffen von Künstlerinnen und Künstlern mit einem Bezug zum Kanton Aargau. An der Auswahl 14 sind wir vielfältig herausgefordert worden. Das begann schon bei der Tür ins Museum, die sich nicht öffnen liess. Mit vereinten Kräften von innen und von aussen gelang der Zutritt doch noch. Drinnen präsentierten 56 Künstlerinnen und Künstler ihre Werke; Skulpturen, Installationen, Videoprojektionen, Druck, Fotografie, Gemälde, alle Sparten waren vertreten.

Vieles hat uns gut gefallen, etwa Brogles Stuhl:


Beat Brogle; Stuhl 2012-02-23; Generative Fotografie; 61 x 59 cm; 2012

Oder der Raum, den der Gastkünstler René Fahrni gestaltet hat, wo man unter anderem eine Tanksäule aus Holz findet:


René Fahrni; No place to stay; Mixed media; 201 x 147 x 88 cm; 2014

Daneben stösst man auf auch auf einiges Verwirrendes, Abstruses und Seltsames, wo ich mich manchmal frage: «Wozu?» Etwa bei der Videoinstallation FUTURE von Esther Hunziker, wo nur die Titel aller Science Fiction Filmen aus den 1900 bis 2013 in alphabetischer Reihenfolge gezeigt werden. Das sind sicher viele Filme, fragen Sie sich. Ja, sind es. Die Videoinstallation dauert auch sagenhaft lange 356 Minuten, das sind dann doch knapp sechs Stunden. Hier findet man einen 10-minütigen Ausschnitt zum Buchstaben E.
Eben; «wozu?»

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Brand in Basels Brasserie

Immer am 25. Dezember besuchen wir die Fondation Beyeler, wo zur Zeit die wichtigsten Werke Gustave Courbets zu sehen sind. Neben Juralandschaften, Quellen, Schneelandschaften wird auch das provokative Werk L’Origine du monde gezeigt. Etwas schmunzeln musste ich beim Ölgemälde Le Bord de mer à Palavas. Einen Auschnitt daraus hat das Beyeler-Museum als Ausstellungsposter verwendet, deshalb war für mich klar, dass es sich sicher um ein grosses Werk handelt. Das Gemälde entpuppte sich aber als sehr kleines Werk, das etwas grösser als eine A4-Seite ist.


Le Bord de mer à Palavas, Öl auf Leinwand, 38 × 46 cm, 1854

Anschliessend nahmen wir in der Brasserie im Basler Bahnhof das Mittagessen zu uns, als es plötzlich verbrannt zu riechen begann. Brige bemerkte, dass die ältere Dame am Nebentisch bei der konzentrierten Menüwahl die Speisekarte ins brennende Teelicht hielt, die ganze obere Ecke war bereits versengt, man kam sich ein wenig vor wir früher, als noch Bonanza am Fernseher kam …

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«Clouds of Sils Maria»

Hätte ich doch auf mein Bauchgefühl gehört. Aber «Sils Maria» in einem Filmtitel, das hat mich doch neugierig gemacht. Leider war der Film aber eine ziemliche Enttäuschung; schade, denn mit dem tollen Stoff (alternde Schauspielerin soll in dem Theaterstück, in dem sie vor 20 Jahren in der Rolle der jungen Frau berühmt wurde, nun die Rolle der Gegenspielerin, der alten Frau übernehmen) und Juliette Binoche in der Hauptrolle wäre viel mehr möglich gewesen.


Während der Dreharbeiten

Aber die Charaktere sind zu wenig herausgearbeitet, die Entwicklung der Figuren ist wirr und die Dialoge sind schleppend langfädig. Das Beste am Film war der kurze Einschub aus 1924 über die Maloja-Schlange von Arnold Frank und dass ich Ideen für weitere Wanderungen im Oberengadin gewinnen konnte.

Ich gebe zwei Sterne.

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