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Hermannsweg – die Fotos

Und wiederum haben wir grossartige Wandertage in Deutschland verbracht: Diesmal im Teutoburger Wald, der zum grossen Teil aus drei parallelen Kämmen mit diversen Einschnitten besteht. Der nördliche Kamm ist aus Muschelkalk, der mittlere (der Hauptkamm) aus Sandstein und der südliche aus Kalkstein. Auf den Kalksteinkämmen sah es ein bisschen aus wie bei uns im Jurapark, deshalb gefiel und der Sandsteinrücken am besten. Dort fanden wir Birken, Eichen und Föhren sowie Heidelbeeren und Wacholder im Gegensatz zu den von Buchen geprägten Kalksteinwäldern mit dem ewigen Springkraut. Hier ist nun das Fotoalbum zu finden:

https://photos.app.goo.gl/pqYZTE7cz8yBx8jV8

An den Unterkünften gab es diesmal nichts auszusetzen, abgesehen davon, dass sie teilweise bis zu zwei Kilometer vom Hermannsweg entfernt lagen. So kamen wir während unserer acht Wandertage auf 175 gegangene Kilometer. Gegessen haben wir auch gut, teilweise sehr gut. Das Wetter hätte besser sein dürfen, sprich sonniger und wärmer, aber viel Regen hatten wir zum Glück nicht. Zum Wandern war die Temperatur, die nur an zwei Tagen über 20 Grad stieg, eigentlich ganz angenehm. Am letzten Wandertag wurde es strahlend schön, und wir hatten grosse Lust, gleich noch den Eggeweg anzuhängen, der an den Hermannsweg anschliesst. Tja, das nächste Mal …

Hermänner oder Weicheier?

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Noch bevor wir uns am Frühstücksbuffet die Bäuche vollschlagen, bestellen wir an der Rezeption des Hotels ein Taxi, das uns später zum Bahnhof fahren soll. Das ist gar nicht so einfach. Vier Telefonate sind nötig, bis die hilfsbereite Angestellte eines auftreiben kann. «Sonst muss ich in Detmold anrufen, dann müssen Sie auch die Anfahrt bezahlen», droht sie nach der dritten Absage. Glück gehabt.

Zwei Minuten vor neun fährt ein blitzblanker Skoda vor mit einer ausgesprochen freundlichen Fahrerin. «Nein nein, das Auto hat schon über 100’000 Kilometer, aber die Gäste sollen sich ja wohlfühlen, deshalb wird der Wagen gut gepflegt», erklärt sie auf Christofs Frage, ob das Taxi neu sei. Wirklich, man traut sich kaum, etwas anzufassen.

Am Bahnhof Horn – Bad Meinberg

Die Rückreise verläuft reibungslos. Wir steigen um in Altenbeken und anschliessend in Kassel-Wilhelmshöhe. Von dort bringt uns der ICE bis nach Basel. Je weiter wir südlich kommen, um so dichter werden die Wolken. Irgendwie reisen die immer mit uns. Von Basel nach Brugg sitzen wir in einem Uralt-Wagen der SBB und fühlen uns wie auf der Schulreise. In Rheinfelden steht ein tadellos herausgeputzter Roter Pfeil (inklusive Tischtüchern und Apérogläsern) abfahrbereit auf dem Nebengleis. Da erwägen wir kurz umzusteigen.

Nun geniessen wir zu Hause den grossen Fernseher mit dem scharfen Bild für die restlichen Spiele der Fussball-Weltmeisterschaft.

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Im Haus Berkenkamp hat es uns ausgesprochen gut gefallen. Wir waren im Dachzimmer Schwalbe untergebracht, wo wir am Morgen durch die Dachfenster blauen Himmel ausmachen. Endlich! Nach fünf Tagen Bewölkung freuen wir uns auf einen sonnigen Tag.

Der Zustieg führt uns zurück auf den Hermannsweg, wo wir weiter Richtung Osten wandern. Unterhalb des Hörster Berges erreichen wir die Rethlager Quellen, Karstquellen, aus denen eiskaltes Wasser entspringt.

Rethlager Karstquellen

Blick quellabwärts

Bei den Quellen erklärt uns ein Mann in Latzhosen die Geologie der Gegend, dann kommen seine drei Kollegen, die in den nächsten Tagen hier 63 Sitzbänke erneuern werden. Die vier weisen uns noch auf den Donoper- und den Krebsteich hin, die wir bald passieren würden.

In der Tat. Aber die beiden Teiche hauen uns jetzt nicht gerade aus den Wanderstiefeln, da sieht ja der Egelsee besser aus.

Der Donoper Teich

Wegen der vielen Sturmschäden führt unser Weg immer wieder über kleinere und grössere Umleitungen, nicht alle sind gleich gut gekennzeichnet.

Plötzlich sehen wir in der Ferne zum ersten Mal das Hermannsdenkmal, der richtige Moment, um sich zu stärken, bevor es nochmals hochgeht.

Erster Blick auf das Hermannsdenkmal

Auf einigen schönen Umwegen erreichen wir das Denkmal auf dem Grotenberg, das als Namensgeber für unsere Wanderung dient.

Schwieriger Aufstieg zum Denkmal

Worum geht es in aller Kürze beim Denkmal? Deutschland 1, Italien 0. Wer mehr über die Schlacht von 9 n. Chr. zwischen Arminius und Publius Quinctilius Varus wissen möchte, dem wird hier ausführlich weitergeholfen.

Brige löst am Ticketautomaten gleich zwei Kombieintritte für das Denkmal und die Externsteine, bei denen wir später am Tage vorbeikommen wollen. Wir besteigen den Sockel des Denkmals, wo uns die phantastische Aussicht grad die Sprache verschlägt. Der Blick zurück zeigt die Strecke, die wir bereits zurückgelegt haben.

Das Hermannsdenkmal. Das Schwert alleine ist sieben Meter lang und 550 kg schwer (etwa so wie mein Rucksack also)

Blick vom Denkmal zurück auf unsere Route

Blick zum Fuss des Denkmals, wo Elektrofahrzeuge auf Touristen warten

Blick unter Hermanns Waffenrock

Beim Souvenirshop können wir uns nicht entscheiden, ob wir das Hermanns-Schwert oder das Super-Hermann-T-Shirt kaufen sollen. Also lassen wir es bleiben, und leisten uns dafür einen Cappuccino und einen Espresso, das muss reichen.

In diesen forstwirtschaftlichen Produkten verbirgt sich der Hermannsweg samt zugehörigem Zeichen.

Der weitere Weg gestaltet sich abwechslungsreich. Wir durchwandern Wälder, blicken immer wieder rechts und links ins Weite, wir durchqueren die Ortschaft Berlebeck und steigen wieder hoch auf den Stemberg, dann wieder runter in die Ortschaft Holzhausen-Externsteine. Wir kommen an unserem heutigen Hotel vorbei, wo wir aber nicht halten, weil noch mit dem Bärenstein ein letzter kleiner Anstieg vor uns liegt. An dessen anderem Ende findet sich am Rande eines grossen Weihers die beeindruckende Sandsteinformation der Externsteine. Die lassen sich besteigen, was wir uns natürlich nicht entgehen lassen, es sind schliesslich die letzten harten Anstiege unserer Wandertour. Der Blick schweift nochmals in die Ferne und wir kehren wieder zum Fuss der Formation zurück.

Blick auf die Externsteine

Ha, schon oben!

Blick zurück auf die Externsteine

Nach einer halben Stunde treffen wir zum zweiten Mal im Hotel ein. Jetzt sind wir aber wirklich parat zum Duschen/Kuchen/Bier/Füsse hochlagern …

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Das Waldhotel Brand’s Busch, in dem wir übernachtet haben, liegt zum Glück fast auf dem Kamm, so dass wir nicht als erstes bergauf laufen müssen. Auch heute wandern wir auf sehr schönen Waldwegen und haben immer wieder Aussicht ins flache Umland. Die erste Attraktion auf der Etappe ist der «Eiserne Anton», einer der wenigen eisernen Bismarcktürme. Obwohl der «Anton» nicht hoch ist, erfordert er Schwindelfreiheit: Man kann von oben bis unten hindurchsehen.

Natürlich besteigen wir den Eisernen Anton.

Auch heute treffen wir immer wieder auf umgeknickte oder entwurzelte Bäume. Da sind wir froh, haben wir nur den bedeckten Himmel zu beklagen und nicht ein solches Unwetter, dass der Wald umfällt.

Zum Glück fliegen uns keine Bäume um die Ohren.

Später überqueren wir die Europastrasse 34, eine dreispurige Autobahn. Danach verzweigt sich der Hermannsweg beim Gasthaus Deppe, so dass man für rund zwei Kilometer zwischen zwei Varianten wählen kann. Ich vermute, dass eine Alternative geschaffen wurde zum Originalweg, der etwa 300 Meter entlang der E34 verläuft. Hat man diese aber überstanden, wird die Route wieder ausgesprochen lauschig. Wir treffen einige Waldgänger an: mit Hunden, mit Walkingstöcken oder Laufschuhen. Einem älteren Paar auf Nordic-Walking-Runde begegnen wir zweimal, und der nette Herr aus Bielefeld erfrecht sich uns zu fragen, warum wir noch nicht weiter gekommen sind – ausgerechnet uns Hochgeschwindigkeitswanderer! (Die Rast erklärt den Rückstand.)

300 Höllenmeter

Es folgt die «Bergstadt» Oerlinghausen, die dekorativ am Hang liegt und oben auf dem Tönsberg mit ihrem Wahrzeichen Kumsttonne aufwartet, einem alten Windmühlenstumpf. Die Flügel gingen bei einem Sturm verloren und sind nie ersetzt worden.

Wo sind meine Flügel?

Das weitere Auf und Ab führt uns schliesslich nach Hörste, wo wir den Hermannsweg verlassen und rund zwei Kilometer zum Haus Berkenkamp laufen, einer abgelegenen, gediegenen Pension. Wir folgen endlosen Getreidefeldern, die netterweise angeschrieben sind, so dass wir nun Weizen, Gerste und Roggen unterscheiden können. Schon bald sitzen wir mit den anderen Pensionären bei Cappuccino und Zitronen-Aprikosentorte im gemütlichen Speisesaal, und ich fühle mich ein wenig wie Miss Marple.

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Hermannsweg Etappe 6 – von Halle nach Bielefeld

Wir wandern quer durch Halle auf dem Zustiegsweg Richtung Hermannsweg, hinter uns eine fröhlich lärmende Kinderschar, vermutlich ein Waldkindergarten. Auch heute ist es bewölkt und auch heute geht es immer wieder rauf und runter.

Nasse Füsse nach zehn Minuten

Nasse Füsse nach zehn Minuten.

Allerlei Getreide

Allerlei Getreide. Wir kennen nur den Weizen und den Mais.

Der erste grössere Anstieg heute führt auf die Werther Schanze und ist unglaublich steil, wir kommen ordentlich ins Schwitzen. Dann aber geht es schön in der Höhe auf dem Grat kilometerlang Richtung Südosten.

Mitten im Wald stossen wir auf einen geschmückten Weihnachtsbaum.

Mitten im Wald stossen wir auf einen geschmückten Weihnachtsbaum.

Die Heidelbeeren sind bald reif.

Die Heidelbeeren sind bald reif.

Es riecht gut im Wald, links und rechts säumen Wacholderbüsche den Weg.

Die Wacholderbeeren sind keine Beeren, sondern Zapfen. Aha.

Die Wacholderbeeren sind keine Beeren, sondern Zapfen. Aha.

Das lernen wir auf der Werbetafel der Firma Schlichte, die in Steinhagen den Steinhäger produziert.

Das lernen wir auf der Werbetafel der Firma Schlichte, die in Steinhagen den Steinhäger produziert.

Die Steingutflasche mit dem Steinhäger kennt wohl jeder, wir wissen jetzt sogar, wo der Gin herkommt: aus dem nahegelegenden Steinhagen.

Wanderer treffen wir heute keine, dafür immer wieder Läufer, die die guten Wege für ihr Lauftraining nutzen.

Aussicht von der Schwedenschanze, wo wir Sandwich 1 von 2 verzehren.

Aussicht von der Schwedenschanze, wo wir Sandwich 1 von 2 verzehren.

Rote Wegschnecke.

Rote Wegschnecke.

Auch im Teutoburger Wald muss Ordnung sein.

Auch im Teutoburger Wald muss Ordnung sein.

Der zweitletzte Anstieg des Tages führt unter Hindernissen durch:

Wir stossen auf viele Sturmschäden.

Wir stossen auf viele Sturmschäden.

Ganz oben zweigen wir vom Weg ab, weil wir im Wald einen Turm sichten. Dessen kleiner alter Bruder (rechts im Bild) ist aber nur am Wochenende zugänglich, also ziehen wir unverrichteter Dinge wieder ab beziehungsweise weiter.

Der Fernmeldeturm Hünenburg (164 Meter hoch, nicht öffentlich, leider).

Der Fernmeldeturm Hünenburg (164 Meter hoch, nicht öffentlich, leider).

Beim Tierpark Olderdissen in Bielefeld wird der Hermannsweg richtig hochwertig.

Beim Tierpark Olderdissen in Bielefeld wird der Hermannsweg richtig hochwertig.

Beim Tierpark Olderdissen kommen wir ziemlich vom Hermannsweg ab, irgendwie haben wir einen Abzweiger verpasst, sicher ist Brige schuld, weil sie unbedingt den Dachs im Tierpark sehen wollte. Jedenfalls wandern wir jetzt freestyle durch das Bielefelder Johannisbergquartier. Die grobe Richtung stimmt, man hört nämlich die Autobahn rauschen, die mitten durch die Stadt führt. Nach einer Viertelstunde münden wir wieder auf die Originmalstrecke ein, aber nicht lange, denn in der Bielefelder Innenstadt fehlen die Hermannswegzeichen oder sie sind kaum grösser als eine Briefmarke. Fluchend suchend bewegen wir uns auf die Sparrenburg zu. Ha! Kanonen, Kasematten, Kurtinen! Man hat einen tollen Blick auf alle Seiten, vor allem, wenn man sich vorher im Burgrestaurant mit Kaffee und Kuchen gestärkt hat.

Blick von der Sparrenburg auf Bielefeld.

Blick von der Sparrenburg auf Bielefeld.

Blick auf die Sparrenburg.

Blick auf die Sparrenburg.

Sparrenburg - Blick auf den Scherpentiner (Festungsbauexperten wissen Bescheid).

Sparrenburg – Blick auf den Scherpentiner (Festungsbauexperten wissen Bescheid).

Gleich nebenan befindet sich ein Helilandeplatz des Evangelischen Klinikums Bethel, der Briges grösstes Interesse weckt.

Brige erhofft sich einen Blick auf den Patienten.

Brige erhofft sich einen Blick auf den Patienten.

Sparrenburg mit Torbrücke und Marienrondell.

Sparrenburg mit Torbrücke und Marienrondell.

Nach einem ausgiebigen Rundgang auf der Sparrenburg erreichen wir auf einer langen Geraden unsere heutige Unterkunft, das Waldhotel Brand’s Busch, wo wir tipptopp verwöhnt werden. Gleich neben der Réception hängt der grösste TV, den ich je gesehen habe und ich weiss: das wird ein toller Fussballabend!

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Hermannsweg Etappe 5 – von Dissen nach Halle

Schon gestern Abend irritierte uns im Hotelzimmer ein seltsames kurzes Pfeifen in unregelmässige Abständen, und wir verdächtigten abwechslungsweise den Fernseher, quietschende Sofafedern und die Wasserleitung. Ab fünf Uhr morgens kommt der Ton in immer regelmässigeren Abständen und foltert mich im Halbschlaf, bis ich zwei Stunden später richtig wach bin und den Übeltäter endlich ausfindig mache und entschärfe: Der Rauchmelder meldet «alle 45 Sekunden» (wie Christof im Internet recherchiert) seine abserbelnde Batterie.

Heute sind wir lange unterwegs, und zwar nicht nur, weil wir die zwei Kilometer vom Hotel wieder zurück zum Hermannsweg laufen müssen. Wir wandern viel auf dem Kammweg, und manchmal fühlen wir uns fast wie zu Hause. Der Kalkboden und die Mischwälder erinnern an unsere Jurahügel. Es ist auffallend ruhig heute. Entweder schlafen die Deutschen aus, weil sie gestern nach dem Sieg gegen Schweden lange gefeiert haben, oder sie bleiben zu Hause, weil es den ganzen Tag bewölkt ist.

Fast wie auf dem Kestenberg

Über mangelnde Aussicht können wir uns heute nicht beklagen. Schon oberhalb von Dissen auf der Steinegge stossen wir auf einen riesigen Aussichtsturm, der einen tollen Rundumblick bietet. Später folgt der Luisenturm oberhalb von Borgholzhausen – auch daran gibt es nichts auszusetzen. Nun wird es kurz ein bisschen feucht von oben, aber Regen kann man den Sprühnebel kaum nennen, er dringt nicht einmal in den Wald.

Tolle Aussicht vom tollen Turm auf der Steinegge

Nachdem wir Borgholzhausen durchquert haben, ohne ein offenes Café zu finden, steigen wir auf zur schönen Ravensburg, wo wir uns einen Kaffeehalt gönnen. Zum Glück brauchen wir nichts zu essen, der Koch ist nämlich krank. Im Schlossturm hausen Langohr-Fledermäuse; man darf ihn deshalb nur im Sommer unter Führung besichtigen. Tatsächlich hat sich eine ganze Schar Interessierte versammelt und lauscht den Erklärungen des Fachmannes.

Was blüht denn da?

Und weiter marschieren wir auf und ab und geniessen die Natur und die Kammwege. Auf der Grossen Egge, dem höchsten Punkt der heutigen Etappe, steht ein Sendeturm, aber den kann man nicht besteigen.

Liegt fast so hoch wie Brugg: die Grosse Egge!

Kurz nach drei Uhr erreichen wir Halle, wo wir übernachten. Ja, genau das Halle, wo Roger Federer heute den Final verloren hat.

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Hermannsweg Etappe 4 – von Bad Iburg nach Dissen

Als wir in den Frühstücksraum des Hotels kommen, werden wir gleich doppelt überrascht. Einerseits vom riesigen Angebot am Buffet und andererseits von einer seltsam gekleideten Frau, die das Buffet abschreitet und jemandem per Handy rapportiert, was hier alles angeboten wird. Als ich sie fragend anschaue, meint sie zu mir: «Wissen Sie, mein Mann will wissen, was es gibt.» Aha.

Unterwegs treffen wir mehrere Wanderer auf dem Hermannsweg an, die Bedingungen zum Wandern sind heute deutlich besser als gestern, leicht bewölkt, trocken, angenehm kühl. Auch eine kleine Rast zwischendurch liegt drin.

Blick von der Bank

Blick von der Bank

Blick auf die Bank

Blick auf die Bank

Es geht rauf und runter, der Weg führt meistens durch den Wald, nur wenn wir die Einschnitte queren, die den Höhenrücken immer wieder teilen, kommen wir kurz aus dem Wald. so wie bei Hüls, wo die Autobahn im Bau

Autobahn im Bau

Autobahn im Bau

und das Gasthaus «Zum Steinbruch» noch geschlossen ist. Wieder keinen Kaffee …

Auf dem nahegelegenden Industrieareal stossen wir auf eine weitere tolle Tafel. Dieses Mal geht es um die bevorzugte LKW-Parkordnung.

Lastwagen-Ballett

Lastwagen-Ballett

Dann geht es steil hoch zum Hülsberg und dem Hermannsweg gehen leider die Zeichen aus.

So würden die Zeichen aussehen

So würden die Zeichen aussehen

Keine Spur von einem H, deshalb nehmen wir bei der Gabelung den rechten Weg. Ja, es ist der falsche. Also zurück, der linke Weg ist der rechte Weg. Am höchsten Punkt heute gelangen wir zu einer Hütte, wo wir nach zwei Stunden Wandern rasten und uns stärken. Drei deutsche Frauen rasten mit uns und erörtern Erziehungsfragen. Wir ziehen weiter und steigen ab in die Noller Schlucht, wo wir den Hermannsweg verlassen, weil unsere heutige Unterkunft ziemlich abgelegen ist. Über eine kleine Landstrasse mit dem ungewöhnlichen Namen «Finkelshake» und über Flurwege erreichen wir kurz nach dem Mittag direkt neben der Autobahnausfahrt das Eventlokal Schamin. Hier ist ein Party- und Cateringservice zuhause, der auch noch einige Zimmer anbietet. Als wir ankommen, begrüsst uns der Chef, zeigt uns das Zimmer, erklärt, dass er keine Zeit habe, er und seine Leute müssten für heute Abend mehrere Anlässe vorbereiten. Und nein, Abendessen gäbe es hier nicht. Allerdings rät er uns, keinesfalls in nahegelegene Dissen zu gehen, dort sei nichts los, viel besser sei ein Besuch der Ortschaft Bad Rothenfelde, der Ort sei viel hübscher.

Wir duschen, ziehen uns um und spazieren eine halbe Stunde in den wirklich sehenswerten Ort. In einem Aussenquartier macht ein weiteres tolles Schild auf das Altersheim aufmerksam.

Bitte keine Alten überfahren

Bitte keine Alten überfahren

Im Zentrum von Bad Rothenfelde findet sich ein wunderschöner Park mit riesigen alten Bäumen und ein riesiges Gradierwerk. Es herrscht ziemlich viel touristischer Betrieb, wir verputzen den obligaten Kuchen und setzen uns auf eine Bank im Park vor dem «Salzwasserzerstäuber», inhalieren und dösen vor uns her.

Blutbuche im Park

Blutbuche im Park

Gradierwerk in Bad Rothenfelde

Gradierwerk in Bad Rothenfelde

Neu ist relativ ...

Neu ist relativ …

In kürzester Zeit sind wird salzversprenkelt.

Salzkristalle auf dem Brillenglas

Salzkristalle auf dem Brillenglas

Der Hunger meldet sich auch wieder. Weil heute Mexiko gegen Südkorea spielt, gehen wir zum Mexikaner essen. Den anschliessenden Espresso trinken wir bei einem waschechten Italiener. Der Bus Nr. 467 bringt uns zurück in die Unterkunft, gerade rechtzeitig zum Anpfiff Deutschland gegen Schweden. Unser Ferienprogramm ist streng durchgetaktet …

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