Drin!

by Brige on Dienstag, 9. März 2010

in Heim und Herd

Gestern ging die Geschichte vom unrühmlichen Zahn 16 weiter; ich bekam nämlich das Implantat eingesetzt. Es gibt ja Schöneres, als drei Stunden beim Zahnarzt zu verbringen, aber es war nicht besonders schlimm. Der «oralchirurgische Eingriff» dauerte eine Stunde, denn es musste nicht nur das Implantat eingeschraubt, sondern zusätzlich der Oberkieferknochen aufgebaut werden (sogenannter Sinuslift). Vorher muss man herumsitzen bis die Spritzen wirken, dann wird der Mund und das Gesicht desinfiziert und man wird steril abgedeckt, so dass nur noch das Gesicht herausguckt. Nachher wird noch geröntgt. Es ist eine richtige Operation, früher musste man dafür eine Woche ins Spital. Der Eingriff verlief wunschgemäss.

Als ich schon dachte, ich hätte alles gut überstanden, klebte mir der nette Zahnarzt noch drei Tapes quer über das Gesicht, die bis Donnerstag dranbleiben müssen – ich sehe aus wie Hannibal Lecter! :( Das war fast wie damals, als mir nach dem Mountainbike-Unfall, als die Wunde endlich gesäubert und vernäht war, noch ein Gips verpasst wurde inklusive Drohung, ich müsse ihn zwei Wochen tragen. Solche Sachen sagen sie einem immer erst am Schluss. Das Tape soll verhindern, dass das Auge zu sehr von der postoperativen Schwellung betroffen wird. Das scheint auch nötig, meine rechte Backe ist ziemlich dick und ich bekomme langsam ein blaues Auge. Ich muss fleissig Eis auflegen und so viele Medikamente schlucken, dass ich bald eine Liste brauche, um nichts durcheinanderzubringen. Na ja, so schlimm ist es auch wieder nicht, einfach ungewohnt, und es ist ja nur kurzfristig.

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Eiskreise?

by Brige on Sonntag, 7. März 2010

in Wunder der Natur

Heute am Hexenweiher.

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Schneegestöber

by Brige on Samstag, 6. März 2010

in Die Tücken der Technik

Ausgerechnet im schlimmsten Schneesturm dieses Winter fuhren wir heute vom Oberengadin nach Hause zurück. Zwischen Chur und dem Zürichsee war die Autobahn schneebedeckt, und auf den Leitplanken machten wir zeitweise gut fünfzehn Zentimeter Neuschnee aus. Entsprechend langsam waren wir unterwegs.

Wir erreichten den Coop im Seebli trotzdem am frühen Nachmittag, erledigten den Einkauf und begaben uns unverzüglich in die Waschstrasse, um das Auto, das unterwegs zweimal vom Kantonalzürcher Salzstreuer grosszügig bedacht worden war, reinigen zu lassen. Wir waren weit und breit allein in der Waschanlage und mussten einige Minuten warten, bis der Angestellte erschien. Der hatte es sich wohl gerade mit einem Kaffee und der Zeitung gemütlich gemacht.

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Blaugefroren

by Brige on Freitag, 5. März 2010

in An der frischen Luft

Heute war es richtig kalt, so kalt, dass wir nach wenigen Abfahrten im Restaurant Chüdera (Mittelstation Furtschellas) einen notfallmässigen Kaffeehalt machen mussten, um unsere Gesichter aufzutauen. Schuld war vor allem der flauschige Nordwind, der einem den letzten Rest Wärme aus dem Körper blies. Ich hatte den Kuhnagel an der Nase, so etwas ist mir in meinem ganzen Leben noch nicht passiert! Bald froren mir auch Hände und Füsse ein, und wir mussten wieder einkehren; diesmal assen wir in der winzigen Gaststube Stüvetta Giand’Alva zu Mittag. Wir plauderten ein wenig mit einem Angestellten der Corvatsch-Bahnen, der es im Fall auch kalt fand. Danach machte ich nur noch eine Abfahrt, bevor ich endgültig die Segel strich und mich zurück ins Tal begab. Christof der Verwegene fuhr noch weiter und wagte sich sogar auf den Corvatsch.

Der Wetterbericht sagte übrigens folgendes:


Engadin Heute
Am Freitagnachmittag scheint teils die Sonne, teils hängen aber auch dichte Quellwolken über den Gipfeln. Es bleibt im Wesentlichen trocken. Die Höchstwerte liegen im Tal zwischen -5 und – 8°C, auf dem Corvatsch -21°C. Dazu weht böiger Nordwind.

Gute Güte.

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Schöne Grüsse aus dem Oberengadin!

by Brige on Mittwoch, 3. März 2010

in An der frischen Luft

Die letzten beiden Tage waren traumhaft, und wir fuhren so viel Ski, dass wir heute fast froh sind, ist es ein wenig trüb: Wir sind «unten» geblieben und haben unsere müden Beine bei einem Fussmarsch gelockert. Am letzten Samstag kamen wir nach einer problemlosen Autofahrt – auch dank der neuen Zürcher Westumfahrung – im Oberengadin an und erledigten gleich den Wocheneinkauf in meinem Lieblingsladen, dem St. Moritzer Coop. Am Sonntag wurde gelesen und gefaulenzt, denn es schneite den ganzen Tag. Neue Skischuhe habe ich mir noch geleistet, nach über zehn Jahren wahrlich kein Luxus. Schnee hat es reichlich, nicht so viel wie letztes Jahr, aber man kann problemlos mit den Skis ins Tal fahren, so dass wir dem Restaurant Hahnensee schon zwei Besuche abgestattet haben. Christof hat dort den «Lumumba» entdeckt, ein Getränk aus Schokolade, Rum und Rahm. Den «Schümli Plümli» haben wir noch nicht berücksichtigt, die hausgemachte Engadiner Nusstorte allerdings schon.

P.S. Wikipedia sagt:

Lumumba ist ein nach Patrice E. Lumumba benannter Longdrink. Er besteht aus heißem oder kaltem Kakao mit einem Schuss Rum, manchmal zusätzlich mit Schlagsahne. Statt Rum kann auch Amaretto verwendet werden. In Nordfriesland wird die Version mit heißem Kakao Tote Tante genannt.

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Öffne die Tür. Öffne die Tür.

by Christof on Dienstag, 23. Februar 2010

in Heim und Herd

Hier ist ein Mensch – Peter AlexanderIn unserer Nachbarschaft lebt eine ältere Dame, die nicht mehr so gut hört. Zuweilen schmettert ihr Radio deutsche Schlager aus einem offenen Wohnungsfenster.

Das ist jetzt nicht gerade meine bevorzugte Musiksparte, aber diese Lieder bohren sich einem richtig ins Ohr und dann ins Hirn. Jetzt ertappe ich mich, wie ich seit neuestem regelmässig Hier ist ein Mensch von Peter Alexander summe.

Ihnen wird es auch so gehen. Schlimm ist das.

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«The Ghost Writer»

by Christof on Montag, 22. Februar 2010

in Kultur

Für unseren heutigen Kinobesuch haben wir uns Roman Polanskis neuesten Film «The Ghost Writer» ausgesucht.

Ewan McGregor als Ghostwriter

Ewan McGregor (Bild) spielt den Ghostwriter, der die Memoiren des englischen Ex-Premierminister Adam Lang (Pierce Brosnan) fertigschreiben soll, nachdem der erste Ghostwriter unter ungeklärten Umständen ertrunken ist. Für eine Entlöhnung von 250′000 $ wirft der Ghostwriter alle Bedenken über Bord und nimmt gerne vier intensive Arbeitswochen auf sich.

Als der Ghostwriter versteckte Unterlagen seines Vorgängers findet, merkt er aber schnell, dass in der Biografie Langs Einiges nicht zusammenpasst und dass der erste Ghostwriter sterben musste, weil er das Geheimnis hinter Langs Aufstieg lüften konnte. Als gegen Lang Vorwürfe wegen Kriegsverbrechen laut werden, spitzt sich die Lage dramatisch zu, auch deshalb, weil die Absichten der beiden Frauen in Langs Leben, Gattin Ruth und Assistentin Amelia, im Unklaren bleiben.

Eines muss man Polanski lassen; er ist ein hervorragender Regisseur; alleine die kurze Eingangsszene im Büro des Verlagsbosses, als der Ghostwriter seinen Auftrag erhält, ist das Kinobillett wert. «The Ghost Writer» packt einen von der ersten Minute an und in folgenden zwei Stunden bietet Polanski einen erstklassigen politischen Thriller. Dass zwischendurch der 94jährige Eli Wallach mit einem Kurzauftritt geehrt wird, ist ein schönes Detail. Wallach spielte vor über vierzig Jahren den Tuco im legendären Italowestern Il buono, il brutto, il cattivo.

Schon wieder gebe ich fünf Sterne: * * * * *
Offizielle FilmseiteTrailer

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