Heute habe ich es beinahe in die Statistiken der Suva geschafft. Als ich nämlich nach dem Duschen das Badezimmer verlassen wollte, rutschte ich auf einer Wasserlache aus (die zwar von mir war, aber nicht vom Duschen, sondern vom Putzen vorher). Es ist kaum zu glauben, wie schnell man auf die Nase fallen kann; bevor man es realisiert, liegt man bereits am Boden. Jetzt habe ich einen verstauchten Finger und ein paar blaue Flecken, auch der Finger wird langsam blau. Gut, das mit der Suva ist geschwindelt, ich bin nämlich gar nicht bei der Suva versichert. Unsere Mitarbeiter machen ja nie etwas Gefährliches, schon gar nicht in ihrer Freizeit.
by Brige on Donnerstag, 2. September 2010
in Bilder

Er hat mich ein paar Nerven gekostet. Als nächstes versuche ich es deshalb mit grünen Äpfeln, grün soll ja beruhigen.
Vier neue Bilder gibt es übrigens auf BrigeBilder zu sehen.
by Brige on Dienstag, 31. August 2010
in Kultur
Am Sonntag- und Montagabend besuchten wir wieder das Theaterspektakel, aber diesmal ohne Abendessen. Am Sonntag verpflegten wir uns zu Hause, und gestern war das Wetter so schauderhaft, dass wir in ein richtiges Restaurant gingen. Wir sahen ein Puppentheater …
Neville Tranter & Stuffed Puppet Theatre: Punch & Judy in Afghanistan
Ein Kasperlitheater über die Zustände in Afghanistan? Verbietet sich das nicht angesichts des Ernsts der Lage? – Nun, Neville Tranter kennt keine Tabus und kümmert sich nicht um politische Korrektheiten. In seinem bitterbösen Stück «Punch & Judy in Afghanistan» macht er einmal mehr gemeinsame Sache mit seinen charismatischen Figuren und leuchtet ungerührt in die düsteren Abgründe der Menschenseele. Der naive Puppenspieler Nigel soll in Afghanistan die alliierten Truppen unterhalten. Doch sein Assistent Emil ist verschwunden, durchgebrannt mit einem Kamel! Nigel sucht ihn und begegnet unterwegs vom Krieg zerrütteten Gestalten: einem abgebrühten BBC-Reporter, einem verstörten UN-Soldaten und einem ägyptischen Krokodil, das Leichensäcke verkauft. Schliesslich gelangt er nach Tora Bora, wo er auf Punch Bin Laden und dessen blutrünstige Frau Judy trifft … (kdi) (Quelle)
… und eine Artistengruppe:
Zimmermann & de Perrot: Chouf Oufchouf
Interpretiert von der Groupe acrobatique de Tanger
Der Choreograf Martin Zimmermann und der Klangtüftler Dimitri de Perrot begeistern seit über zehn Jahren mit ihren einzigartigen Bühnenerfindungen. Ob sie selbst auftreten, wie in den Stücken «Gaff Aff» oder «Öper Öpis», oder ob sie Regie führen wie in «Anatomie Anomalie»: Ihre Kreationen an der Schnittstelle von Musik, Zirkus und Tanz spüren mit Humor, spektakulären Bildern und poetischen Einfällen das Absurde im Alltäglichen auf. Für ihre jüngste Arbeit «Chouf Ouchouf» hat sich das Zürcher Regioduo einer ganz neuen Herausforderung gestellt: Die Inszenierung einer zwölfköpfigen marokkanischen Artistengruppe. (MB) (Quelle)
Beide Vorstellungen gefielen uns gut. Sie waren ungewöhnlich und unterhaltsam. Ich glaube fast, wir werden das Thaterspaktel – wie ich es nenne – das nächste Jahr wieder besuchen. Und auch dort essen, wenn es regnet. Das haben wir uns jedenfalls vorgenommen.

Der Schuppige Porling als ganz kleiner.
Tagged as:
Pilz
Ein Bild von vorgestern und eines von heute: die Habsburg und ein Riesenporling im Auenwald.


by Brige on Mittwoch, 25. August 2010
in Kultur
Gestern waren wir seit langem wieder einmal am Theaterspektakel. Etwa vor zehn Jahren gefiel mir keine einzige der drei Vorstellungen, die wir damals besuchten, und ich hatte die Nase voll; später hatten wir jahrelang ein Abo im Schauspielhaus und daher den Theaterbedarf gedeckt. Aber dieses Jahr wollte Christof wieder einmal hingehen; und gestern besuchten wir unsere erste Veranstaltung. Es fing schon mit einem Highlight an, wir nahmen nämlich das Spektakelschiff am Bürkliplatz!

Auf der Landiwiese angekommen, suchten wir uns ein Restaurant aus, um erst einmal etwas zu essen. Ich entschied mich für einen Burrito, aber der Stand sei noch nicht geöffnet, beschied man mir auf Englisch. Also wechselte ich zu Bio-Lachssteak an der Nachbartheke und bestellte gleich auf Englisch. Da man mich nicht verstand, machte ich es wie ein Engländer, wenn man ihn nicht versteht: Ich sprach lauter und wiederholte meine Bestellung mehrmals eindringlich (ich trug zufälligerweise auch gerade ein passendes T-Shirt), bis ich realisierte, dass dieser Koch kein Englisch sprach. Christof lachte sich halb tot nebenan am Grillstand. Ich kam dann doch noch zu meinem salmon steak, und es schmeckte vorzüglich.
Nachdem wir auch noch Kaffee und Kuchen verspiesen hatte, begaben wir uns in die Werft und sahen ein eindrückliches Theaterstück, das praktisch aus einem zweistündigen Monolog besteht. Hier ist die Beschreibung von der Spektakelseite, der ich nichts hinzuzufügen habe:
Koninklijke Vlaamse Schouwburg KVS: Mission
Ein hervorragender Text und ein aussergewöhnlicher Darsteller ‒ mehr braucht es nicht, um grosses Theater zu machen. Das beweist der junge Regisseur Raven Ruëll mit seiner Inszenierung, die im katholischen Belgien für einiges Aufsehen sorgte: «Mission», hinreissend gespielt vom flämischen Schauspieler Bruno Vanden Broecke, ist ein unter die Haut gehender, ebenso emotionaler wie intelligenter Monolog, den der flämische Autor und Historiker David Van Reybrouck aus Dutzenden von Interviews mit Missionaren im Kongo entwickelt hat. Kaum je ist die Widersprüchlichkeit christlicher Missionsarbeit, die Zerrissenheit eines Menschen zwischen den Kulturen und die Frage nach dem Sinn des Lebens zwischen Berufung und Zweifel so eindrücklich geschildert worden. (esc) (Quelle)
Es war ein cooler Abend, und ich freue mich bereits auf die nächsten beiden Stücke, für welche wir noch Karten haben.

Christof kann alles besser als ich, also logischerweise auch Trams fotografieren. Wer kennt die Haltestelle?