Unser Abteilungsausflug hat uns in die Westschweiz geführt. Per Zug reisten wir nach Lausanne, dann ging es mit der einzigen Metro der Schweiz zum Hafen Ouchy, dort auf’s Schiff, wo wir auch das Nachtessen einnahmen und dann die Seele baumeln liessen.
Nach der Übernachtung in Genf besuchten wir am Freitag das CERN, wo wir in einer dreistündigen Kombination aus Vorlesung und Führung eine «Druckbetankung» in Teilchenphysik, Kosmologie und Beschleunigerbau erhielten. Prunkstück am CERN ist zweifellos der LHC, der Large Hadron Collider, wo – vereinfacht gesagt – Protonen auf gegenläufigen Bahnen auf annährend Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden, um sie anschliessend kollidieren zu lassen. Aus den Effekten, die sich bei der Kollision ergeben, können Rückschlüsse auf die Entstehung von Allem gezogen werden.
Für mich besonders spektakulär war der Besuch der Werkstätten, wo die Magnete zur Beschleunigung der Elementarteilchen gebaut werden.
Nach so viel Technik widmeten wir uns der Natur und liessen uns in der nahe gelegenen Domaine Les Perrières in die Geheimnisse des Weinbaus einführen und degustierten 3 Weisse und 3 Rote. Beim Rückweg zum Bahnhof hatte man einen schönen Blick auf den Mont Salève.
Wegen Gleisbauarbeiten am Escher-Wyss-Platz haben der Vierer und der Dreizehner temporär fusioniert. Gerade als ich eines dieser Spezialnummernschilder fotografieren wollte, machte sich das Tram davon. Typisch VBZ.
Da ging ich gestern wieder einmal laufen anstatt Velo fahren, weil es ausnahmsweise nicht strahlend schön und glühend heiss war, und schon habe ich einen Muskelkater, und zwar nicht zu knapp. Es beruhigt mich zwar ein wenig, dass dies keine Alterserscheinung ist, sondern immer schon so war, aber es ist ja nun nicht so, dass ich im Juli auf der faulen Haut lag, nein, ich bin ziemlich viel gewandert und mit dem Mountainbike unterwegs gewesen. Als ob man da die Beine nicht brauchen würde, ts.
Die letzte Etappe der Tour de France guckte ich dann auf dem Sofa liegend, und es gab zum Schluss nochmals einen Sieg meines Lieblingsfahrers Mark Cavendish. Hans Jucker und Jean-Claude Leclercq verabschiedeten sich für immer. Ich bin gespannt, wer nächstes Jahr die TdF kommentiert. Ich fand Leclercq gut, besonders zusammen mit Claude Jaggy. Wenn die Verantwortlichen beim Schweizer Fernsehen keinen würdigen Nachfolger finden, gehe ich dort vorbei und geige denen die Meinung, ich weiss ja jetzt, wo es ist.
Nur einen Kilometer vor dem Ziel wurde Carlos Barredo auf der heutigen Etappe eingeholt, obwohl er 43 Kilometer vorher «seine Glut in die Kohlen geworfen» hatte (O-Ton Hans Jucker). Armer Barredo. Er war Teil einer Gruppe von neun Flüchtlingen gewesen, die das Rennen wenigstens ein bisschen spannend gemacht haben. Etappensieger wurde der Routinier (auch so ein Wort!) Pierrick Fédrigo.
… Die Etappe führt über 179 Kilometer von Chambéry nach Gap und über drei eher bescheidene Anstiege. Wie gemacht für Baroudeure, für Ausreisser, die das Herz in die Hand nehmen und auf Teufel komm raus einfach mal losfahren, für Franzosen also. …
So etwas lese man halt nur in der NZZ, meinte Christof, aber ich habe gesehen, dass der Tagi das Wort auch schon verwendet hat.
Auf TagesAnzeiger.ch war ist auch zu lesen, wie viel so ein TdF-Fahrer täglich zu sich nehmen muss, damit er nicht vom Velo kippt, 9000 Kilokalorien nämlich. Das wäre sogar mir zu viel, obwohl Christof immer behauptet, ich sei ein Fresssack. Auf Teigwaren zum Frühstück habe aber nicht einmal ich Lust. Brrr.
Etappe 1, das Frühstück: 150 g Müsli, eine Banane, 150 g Pasta (ungekocht gewogen), ein Schokoladen-Croissant, eine Tasse Kaffee, o,3 l Sojamilch, 200 g Obst, 0,3 l Orangensaft.
Etappe 2, der Imbiss vor dem Rennen: 150 g Pasta, 0,5 l Wasser.
Etappe 3, die Verpflegung auf dem Rad: 4 Erdnussbutter-Powerriegel, 100 g Fruchtcake, 4 l Carbodrink, 4 Tuben Energy-Gel, 0,4 l Cola, 2 Truthahn-Sandwiches, 1 l Wasser.
Etappe 4, die Stärkung nach dem Rennen: 0,5 l Recovery-Drink, ein Truthahn-Sandwich, ein Erdnussbutter-Powerriegel, 0,3 l Cola, 100 g Fruchtcake, 0,4 l Wasser.
Etappe 5, das Nachtessen: 200 g Gemüse, 200 g Pasta mit 100 g Sauce, 250 g Pouletbrust, 350 g Nature-Joghurt, 150 g Obst, 0,8 l Wasser.
Etappe 6, das Bettmümpfeli: 100 g Fruchtgummi, 25 g Schokolade, 0,5 l Wasser.