Heute hatte ich das Probezeitgespräch mit meinem neuen Chef. Allerdings hatte ich gar keine Probezeit; es ging eigentlich nur darum, mir neue Aufgaben aufzubürden. Mittagessen gab es auch, allerdings nicht im «Briggli». Lustig reden sie da in Nidwalden.
Gestern durfte ich mit meinen neuen Arbeitskolleginnen und -kollegen aus den Mammut Stores Basel, Zürich und Bern ans Weihnachtsessen aufs Wirzweli. Bis vor Kurzem wusste ich nicht einmal, dass es einen solchen Ort gibt, und sie reden dort auch ein wenig seltsam, aber es ist ein wirklich schöner Platz über dem Engelbergertal. Wir machten eine kleine Wanderung im Dunkeln (mit Stirnlampe), wir assen und tranken viel, übernachteten im Massenlager, wir schlittelten und hatten es gut und lustig. So ein Weihnachtsessen im Januar ist gar keine schlechte Idee.
Gestern Nachmittag fing es in Zürich an zu schneien wie verrückt, und ich fürchtete schon im Büro übernachten zu müssen. Das Zelt war zum Glück schon aufgestellt.
Es klappte dann aber doch erstaunlich gut mit dem Zug nach Brugg, aber auch hier schneite es munter weiter.
Heute Morgen dann scheint die Schneeräumequipe verschlafen zu haben: alles voller Schnee. Christof trägt den Einkaufswagen mehr Richtung Neumarkt als ihn ordnungsgemäss zu rollen. Im Migrosrestaurant sind wir praktisch allein, und auch die Brötchen sind noch nicht alle angeliefert worden. Beim Einkaufen machen wir sowohl in der Migros als auch im Coop mehr Angestellte aus als Kunden. Lustig ist das, und morgen gibt es noch mehr Schnee.
Der Coffeebrewer lässt sich am besten als eine Einmal-French Press (Cafétière) beschreiben. Im Innern der Packung befindet sich ein Filter mit 26 g frisch gemahlenem Spezialkaffee. Alles was Sie tun müssen, um 3 Tassen hervorragenden Kaffees aufzubrühen, ist, die Packung zu öffnen, 0,5 L heißes Wasser hineinzugießen und etwa 5-8 Minuten ziehen zu lassen. (Quelle)
Genau so ist es; der Kaffee schmeckt tipptopp! Wieso dieser Kaffee bei Transa schlecht verkauft wurde, ist mir ein Rätsel. Dafür darf ich ihn jetzt mit nach Hause nehmen, weil das Datum abgelaufen ist.
Heute bewege ich mich von einem place to be – wie man auf Züritüütsch sagt – zum nächsten. Im Kreis 5 zu arbeiten, ist ja sowieso cool. Aber pünktlich auf elf Uhr wandert ein grosser Teil der Transa-Bürobelegschaft an die Europaallee, um die Eröffnung des neuen Flagship Stores nicht zu verpassen. Tatsächlich hat sich vor dem Eingang bereits eine Schlange mit Kundinnen und Kunden gebildet, die sich die versprochenen Geschenke nicht entgehen lassen wollen. Wir lassen sie natürlich vor und nehmen dann selbst ein Auge voll: Schön ist er geworden, der neue Laden, und gross, selbstredend. Hingehen!
Gegen Abend dann mache ich mich auf in die Sihlcity. Hier war ich überhaupt noch nie, aber hier läuft unser erster Film des Zurich Film Festivals, das wir wieder ausgiebig besuchen. Ein englisch-amerikanischer Dokumentarfilm steht auf dem Programm: «The Imposter».
Dieser Film über den französischen Identitätsschwindler Frédéric Bourdin besteht hauptsächlich aus Interviews mit Betroffenen, es kommen überhaupt keine Schauspieler vor. Aber dem Regisseur Bart Layton ist es gelungen, einen unheimlich spannenden Film daraus zu machen, der einen verblüfft zurücklässt. Man kann fast nicht glauben, was man da gerade gesehen und gehört hat. Wie nur hat es Bourdin geschafft, von der Familie Barclay als deren Sohn Nicholas, der vor drei Jahren verschwunden war, aufgenommen zu werden? Frédéric sieht Nicholas nicht einmal ähnlich.
Layton ist selbst anwesend und beantwortet am Schluss Fragen aus dem Publikum; ein sympathischer Typ. Das war ein gelungener Auftakt; morgen folgt bereits unser nächster Kinobesuch!