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Via Engiadina

Gestern regenete es, da hatten wir Ruhetag und gingen ein wenig einkaufen: Ich gönnte mir kurze Wanderhosen und Laufschuhe. Ich könne die Hose auch zum Golfen tragen, beschied man mir. Haha, ja, wir sind dem noblen St. Moritz nahe … Ausserdem machten wir uns auf die Suche nach der feinen Zirbenseife, die ich irgendeinmal irgendwo gekauft habe. So halb wurden wir fündig.

Heute aber ist das Wetter wieder tipptopp, und wir beschliessen, auf der Anfangsetappe der Via Engiadina zu wandern: Das Stück von Maloja nach Sils kenne ich noch nicht. In Maloja gibt es zudem ebenfalls einen Gletschergarten – wieso nicht noch einmal in ein paar Gletschertöpfe hineingucken? Wir fahren also mit dem gut gefüllten Bus via Silvplana nach Maloja und marschieren schnurstracks zum Torre Belvedere, der über dem Bergell thront. Der Turm ist noch geschlossen. Schade, aber die Aussicht ist auch von unten nicht schlecht.

Dann wandern wir ein Stück auf der Via Segantini durch die wunderschöne, geschützte Moorlandschaft. Die grosse Runde durch den Gletschergarten ist wegen Erdrutsch gesperrt, und wir sehen nur wenige Gletschertöpfe, aber das stört uns nicht wirklich.

Am Rande von Maloja stossen wir auf die Via Engiadina, die uns via Pila hinaufführt auf eine schöne Alpterrasse auf gut 2’000 Metern Höhe. Die Route ist gut begangen, was ja nun wirklich keine Überraschung ist. Zwei hübsche Dörfer liegen am Weg: Blaunca und das Heididorf Grevasalvas. Zudem begleitet uns eine atemberaubende Sicht auf die Oberengadiner Seenlandschaft.

Grevasalvas

Bei Sils-Baselgia steigen wir wieder auf den Talboden ab, und da nicht gerade ein Bus fährt, gehen wir das Stück nach Sils-Maria zu Fuss. Praktischerweise liegt das Café Grond am Weg, so dass wir uns noch mit einem feinen Frappé stärken können, bevor uns der Bus zurück nach Surlej bringt.

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