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Bundesrats-Reisli

Das schöne Wetter animiert uns, die Wanderung auf dem Jura-Höhenweg fortzusetzen. Also brechen wir zeitig auf und machen uns auf den Weg zum Hauenstein. Als wir in Olten den Bus besteigen, finden wir nur mit Not freie Plätze: Wir sitzen gegen die Fahrtrichtung und blicken in die Gesichter einer älteren Damenreisegruppe, die ausgerüstet ist, als gehe es ins Basislager des Mount Everest. Mein Gegenüber, der Gruppenleiter, mustert mich genau, dann lächelt er und spricht mich an: «Sie sehen genau wie Alain Berset aus!» Aha; nun gut, das kann man so sehen, muss man aber nicht. Jedenfalls wünsche ich der Gruppe beim Aussteigen im Namen des Gesamtbundesrates einen schönen Tag, was reihum Heiterkeit auslöst.

Wir starten auf dem Hauenstein und wandern Richtung Westen. Mit unseren zusätzlichen roten Blutkörperchen aus dem Engadin kommmen wir gut vorwärts; über die Challhöchi geht es zügig entlang der Kantonsgrenze zwischen Solothurn und Basel-Landschaft Richtung Belchenflue. Das schöne Wetter lockt zahlreiche andere Wanderer nach draussen, so viel Betrieb wie heute erleben wir selten auf unseren Wanderungen. Beim Sattel unterhalb der Belchenflue kauft Brige beim bekannten improvisierten Kiosk eine Flasche Apfelschorle, dann erklimmen wir die Kalkspitze auf 1’100 Metern Höhe. Ich habe den Feldstecher vergebens mitgetragen, es ist zu dunstig.

Belchenflue

Der kurze Abstieg führt uns über die Wüesthöchi in den Weiler Bärenwil, von wo uns der Bus über eine verwinkelte Route mit Halt im Gnöd nach Olten zurückbringt. Für Glacé reicht es nicht, da wir einen Turnschuhanschluss auf den Schnellzug Richtung Brugg haben. Dafür reicht es für die letzten drei Bergpreise der Tour-de-France-Etappe. Auch schön.

[Und hier gibt es noch weitere 14 Fotos.]

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