≡ Menu

Goldsteig Etappe 11 – von Haidmühle nach Schwarzenberg

Das war ein Prachtstag heute von A bis Z! Schönstes Wanderwetter erwartet uns, wir starten früh um 08:30 Uhr, um der Hitze zu entgehen, und wandern entlang der aufgehobenen Eisenbahnlinie zurück zum Goldsteig.

Alte Eisenbahnbrücke bei Haidmühle

Die ehemalige Eisenbahnlinie wird heute als Rad- und Wanderweg genutzt

Der letzte grosse Gipfel liegt vor uns, die Sonne brennt schon ziemlich und im steilsten Schlussaufstieg werden wir von Myriaden von Insekten umschwärmt.

Steiler Schlussaufstieg zum Dreisesselberg

Der Dreisesselberg (1333 Meter ü. M.) ist schon von unten spektakulär anzusehen.

Klippen am Dreisesselberg

Und oben wird’s noch besser; ich kann mich nicht sattsehen an der Aussicht!

Nein, Zürich-Schwamendingen ist leider nicht nicht auf der Panoramakarte aufgeführt

Aber auch ganz oben ist alles voller Insekten; im Nu kleben an meinen Armen zig Mücklein und es krabbelt hinten den Rücken runter. Irgendwie ist heute wohl Schlüpf- und Flugtag …

Insektenschwärme

Blick vom Dreisesselberg

Das folgende Teilstück, das südöstlich knapp unter dem Kamm entlang führt, ist absolut spektakulär. Immer etwa auf 1’200 Meter Höhe bietet der Adalbert-Stifter-Weg eine wunderbare Sicht ins weite Land unter uns.

Auf dem Adalbert-Stifter-Steig

Wir queren mehrmals Blockhalden mit riesigen Granitblöcken – wir sind im sogenannten „steinernen Meer“. Auch hier bietet sich ein prachtvoller Blick.

Im steinernen Meer

Brige im steinernen Meer, hohe Wellen!

Dann führt der Weg steil abwärts, es wird sofort wärmer, wir passieren einen uralten bayerischen blauweiss geringelten Wegweiser, der in Frakturschrift beschriftet ist. Weiter unten führt der Weg doch tatsächlich direkt durch den Campingplatz Lackenhäuser. Hier ist noch nicht viel Betrieb.

Im Campingplatz – „Und zisch, und klack, und weg!“

Wir bewegen uns heute im Dreiländereck Deutschland, Tschechien und Österreich und betreten wandernd Österreich. Es wird immer heisser, und zu allem Elend verläuft der Goldsteig während etwa zwei Kilometer über eine asphaltierte Strasse.

Wo sind eigentlich unsere Ausweispapiere?

Österreich; ich sage nur Crans-Montana 1987

Zwischendurch entdecken wir ein spezielles Pflänzchen, das wir im Aichele noch nicht gefunden haben.

Thuja ist es nicht, aber eine Bartnelke

Im Schlussanstieg zum Etappenort Schwarzenbach werfen wir nochmals einen Blick zurück auf unseren Weg unter dem Grat ganz am Horizont.

Blick zurück; ganz hinten das steinerne Meer

Vermutlich wissen die Goldsteig-Wanderer nicht immer, in welchem Land sie grad unterwegs sind. Es ist immer noch Österreich!

Jawohl, wir sind wirklich in Österreich

Und wie sehen Beine und Füsse nach einer solchen Etappe aus? Das möchtest du lieber nicht wissen …

Duschen wär wohl nicht schlecht

Im Gasthof werden wir von Herrn Eisner persönlich empfangen und mit Schorle und Radler erstversorgt. Nach dem Duschen geht es uns schon wieder viel besser und wir erkunden die nähere Umgebung. Leider kann das lokale Adalbert Stifter Museum nur auf Voranmeldung besichtigt werden. Stifter sagt über Schwarzenberg: „Meine ganze Seele hängt an dieser Gegend. Wenn ich irgendwo völlig genese, so ist es dort …“

Adalbert Stifter, 1805 – 1868

Comments on this entry are closed.