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Moselsteig – von Cochem nach Brugg

In unserem Hotel in Cochem gibt es – wie in so vielen vorher – erst ab acht Uhr Frühstück. Da wir dann aber losmarschieren sollten, um unseren Zug zu erwischen, dürfen wir schon um 7.30 Uhr in den Frühstücksraum. Bis auf die Rühreier ist auch schon mehr oder weniger alles bereit, so dass wir unsere Reise gestärkt antreten können.

Es sind nur 800 Meter bis zum Bahnhof. Unterwegs kaufen wir zum letzten Mal belegte Brötchen in einer Bäckerei. Wir haben ja nicht sehr viel Zeit zum Umsteigen, da will man vorbereitet sein. Unser Züglein fährt pünktlich in Cochem ein und erreicht Koblenz 50 Minuten später ebenso pünktlich, es ist schliesslich ein Stadler FLIRT3 XL.

Moseltalbrücke bei Winningen

Die Strecke verläuft malerisch entlang der Mosel, und wir können die Wanderetappen anschauen, die uns am Schluss noch fehlen. Der gesamte Moselsteig führt ja von Perl bis Koblenz (365 km). Wir halten in jedem Kaff, die da so Namen haben wie Klotten, Pommern und Müden.

Während dieser Fahrt kommt die Meldung der Deutschen Bahn, dass es mit dem Anschluss in Mannheim knapp wird. Der Intercity, den wir in Koblenz nehmen müssen, hat nämlich Verspätung. Er holt dann aber auf seiner Fahrt nach Mannheim mächtig auf, so dass der Anschluss zwischenzeitlich wieder gewährleistet ist. Ein unplanmässiger Halt auf offener Strecke wirft uns dann aber wieder zurück und der Anschlusszug zieht ohne uns von dannen.

Also dürfen wieder eine Extrastunde in Mannheim auf den nächsten Zug warten, in dem wir keine Sitzplätze reservieren können, da er offenbar sehr gut belegt ist. Wir essen unsere Brötchen und trinken Kaffee. Wir haben dann aber Glück und finden zwei freie Plätze im ICE, der uns von Mannheim nach Basel bringt. Hin- und Rückreise mit je einer Stunde Verspätung, ich fürchte, wir müssen zufrieden sein …

Der Moselsteig war sehr grossartig: tolle Landschaft, schöne Wanderwege, feiner Riesling, nette Menschen … wir können ihn uneingeschränkt empfehlen! Vielleicht muss man nicht unbedingt während der grössten Hitzewelle da hin, aber wir haben es gut überstanden und dafür leere Wanderwege angetroffen.

Das Wetter war allerdings schon krass, nur an zwei Tagen war die Höchsttemperatur knapp unter 30 Grad, sonst ging es bis 37. An vielen Wandertagen herrschte eine Regenwahrscheinlichkeit von 0%, so etwas haben wir seltern erlebt. Geregnet hat es einmal abends zehn Minuten. Wir brauchten nie Regenzeug und nie etwas Langärmliges oder mit langen Hosenbeinen. Abends haben wir jeweils die staubigen Wanderkleider ausgewaschen und am Morgen wieder angezogen. Ich hatte noch nie so wenig Wäsche nach den Ferien. Aber die Trockenheit ist einfach grausam.

Es folgen nun noch ein paar Bilder, die nicht in den Beiträgen untergekommen sind.

Sportplatz im Wald oberhalb von Mehring
Schiefer allüberall
Ein kleines Sprachrätsel
Der Eingang zum berühmten Doctorberg direkt hinter Bernkastel
Sauber eingepackte Träublein an einer Hausfassade in Zell
Der alte Wetterhahn der Kirche in Senheim
Ein handgemaltes Moselsteig-Zeichen – eine Rarität!

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