{"id":10113,"date":"2020-07-09T16:42:08","date_gmt":"2020-07-09T14:42:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.brige.ch\/?p=10113"},"modified":"2024-10-26T09:45:44","modified_gmt":"2024-10-26T07:45:44","slug":"salzalpensteig-tag-2-von-marquartstein-nach-bergen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brige.ch\/?p=10113","title":{"rendered":"Salzalpensteig Tag 2: von Marquartstein nach Bergen"},"content":{"rendered":"\n<p>Heute steht eine Monsteretappe auf dem Programm. Das heisst, wir beschliessen selbst, das St\u00fcck auf den Hochfelln heute zu absolvieren, obwohl es im Reiseprogramm gar nicht oder erst Morgen eingeplant ist. Und obwohl wir gegen Schluss ziemlich leiden, bereuen wir es nicht!<\/p>\n\n\n\n<p>Bei strahlendem Wetter laufen wir schon vor neun Uhr in Marquartstein los und schaffen es, im kleinen Ort erneut eine Abzweigung zu verpassen. Wenn das so weitergeht, m\u00fcssen wir in Zukunft unsere Wanderferien mit Wanderleitung buchen. Dann geht es steil bergauf Richtung Schnappenberg. Wir sind im k\u00fchlen, schattigen Wald unterwegs und bestaunen am Wegesrand Orchideen wie Knabenkraut und Waldv\u00f6gelein, aber auch T\u00fcrkenbund-Lilien.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"580\" height=\"397\" src=\"http:\/\/www.brige.ch\/images_19\/SAS_02_Waldvoegelein.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10132\"\/><figcaption>Das rote Waldv\u00f6gelein<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Weg ist breit und komfortabel, und wir erreichen nach eindreiviertel Stunden die Schnappenkirche auf rund 1&#8217;100 Metern, die wundersch\u00f6n unterhalb des Gipfels gelegen ist. Wir geniessen die tolle Aussicht auf den Chiemsee und g\u00f6nnen uns eine kleine St\u00e4rkung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"580\" height=\"341\" src=\"http:\/\/www.brige.ch\/images_19\/SAS_02_Schnappenkirchenblick.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10133\"\/><figcaption>Blick von der Schnappenkirche auf den Chiemgau<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Nun geht es auf dieser H\u00f6he weiter, und bald verlassen wir den Wald und \u00fcberqueren drei Almen: die Staudacher Alm, die Brachtalm und die Vorderalm. Wir geniessen den freien Blick auf die Weiden und die umliegenden Gipfel, schleichen an den Mutterk\u00fchen vorbei und k\u00f6nnen uns nicht entscheiden, in welche Almwirtschaft wir einkehren wollen. Da es f\u00fcr Kaffee nun ohnehin zu sp\u00e4t ist und wir noch einen langen Weg vor uns haben, lassen wir alle aus. Eigentlich schade. Das wollen wir morgen besser machen!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"580\" height=\"435\" src=\"http:\/\/www.brige.ch\/images_19\/SAS_02_StaudacherAlm.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10134\"\/><figcaption>Staudacher Alm<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Nun folgt ein sehr trauriger Abschnitt, denn von der auf 1&#8217;140 Metern hoch gelegenen Vorderalm m\u00fcssen wir hinabsteigen, steil hinab bis auf 860 Meter, und das im Wissen, dass der Hochfelln 1&#8217;660 Meter hoch ist. Immerhin ist es eine breite Waldstrasse, das spart Kraft. Schliesslich erreichen wir den Tiefpunkt unserer Wanderung und folgen nun einem Bergbach wieder hinauf, endlich Richtung Hochfelln. Hier ist ordentlich Betrieb, wandernd und bikend sind Leute unterwegs, denn die Strasse f\u00fchrt an diverse Zielorte. Ausserdem gibt es als Attraktion einen Wasserfall, und zwar einen ordentlichen. Wir machen Pause und st\u00e4rken uns f\u00fcr die letzten 800 H\u00f6henmeter.<\/p>\n\n\n\n<p>Es f\u00e4ngt ganz gut an. Die Strasse ist zwar steil, aber breit, und so schaffen wir die ersten zweihundert H\u00f6henmeter im Nu. Das Tobel, das wir hinten \u00fcberqueren, ist eindr\u00fccklich, und auch hier ist die Flora fantastisch. Wir sind nun total alleine unterwegs, vielleicht weil es bereits Nachmittag ist und der Aufstieg gut vier Stunden dauern soll. Dazu muss man wissen, dass die letzte Gondel auf dem Hochfelln um 16.45 Uhr talw\u00e4rts f\u00e4hrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann verlassen wir den komfortablen Weg und \u00fcberqueren ein Rinnsal unterhalb einens riesigen Bergabbruchs. Neben diesem Ger\u00f6llfeld steigen wir nun hoch auf schmalen, gewundenen Pfaden. Es ist sagenhaft sch\u00f6n, wie in einem M\u00e4rchenwald, aber auch heiss und anstrengend. Wir m\u00fcssen nun regelm\u00e4ssig Trinkpausen einlegen und sp\u00fcren langsam unsere Beine.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"580\" height=\"387\" src=\"http:\/\/www.brige.ch\/images_19\/SAS_02_BergesweltChiemgau.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10135\"\/><figcaption>Chiemgauer Bergwelt<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Endlich erreichen wir den Thoraukopf, wo sich der Blick \u00f6ffnet und wir die umliegende Bergwelt bestaunen. Gem\u00e4ss Wanderwegweiser sind es nun noch 45 Minuten bis zum Gipfel. Wir folgen vielleicht eine Viertelstunde einem Gratweg und erreichen eine Kreuzung, wo die Tafel Richtung Hochfelln wieder mit 45 Minuten Gehzeit aufwartet, toll!<\/p>\n\n\n\n<p>Nun wird es hart, denn der Schlussaufstieg ist eine richtige Kraxelei mit schiefen, steilen, riesigen Treppenstufen, Felsen und Str\u00e4uchern. Zur Kr\u00f6nung folgt noch ein Wegweiser, der nun 1 Stunde Wegzeit angibt \u2026 Wir k\u00e4mpfen uns mit letzter Kraft und Hilfe des M\u00fcsliriegels aus der B\u00e4ckerei gestern das letzte ruppige St\u00fcck hoch, und dann haben wir es geschafft! Gut zwei Stunden haben wir f\u00fcr den Aufstieg gebraucht, und wir sind ziemlich ersch\u00f6pft. Aber die Aussicht vom Hochfelln ist einfach pr\u00e4chtig. Der Berg steht ziemlich allein und bietet entsprechende Rundsicht. Es gibt ein Restaurant, und es hat auch einige Leute auf dem Gipfel, aber \u00fcberlaufen ist es nicht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"580\" height=\"387\" src=\"http:\/\/www.brige.ch\/images_19\/SAS_02_Hochfelln.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10136\"\/><figcaption>Hochfelln<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Nachdem wir uns erholt und die Aussicht in alle Richtungen genossen haben, fahren wir mit der Gondelbahn (Garaventa, Baujahr 1969-1790) ganz hinab bis nach Bergen. Unser Hotel steht praktischerweise gleich neben der Talstation. Dort setzen wir uns stehenden Fusses in den Biergarten und schl\u00fcrfen Eiskaffee beziehungsweise Radler. Das war ein toller Tag!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute steht eine Monsteretappe auf dem Programm. Das heisst, wir beschliessen selbst, das St\u00fcck auf den Hochfelln heute zu absolvieren, obwohl es im Reiseprogramm gar nicht oder erst Morgen eingeplant ist. Und obwohl wir gegen Schluss ziemlich leiden, bereuen wir es nicht! 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