{"id":7082,"date":"2012-09-05T20:47:38","date_gmt":"2012-09-05T18:47:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.brige.cyon.site\/?p=7082"},"modified":"2024-10-26T09:45:46","modified_gmt":"2024-10-26T07:45:46","slug":"malerweg-tag-3-stadt-wehlen-nach-hohnstein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brige.ch\/?p=7082","title":{"rendered":"Malerweg Tag 2: von Stadt Wehlen nach Hohnstein"},"content":{"rendered":"<p>Am Morgen liegt leichter Nebel \u00fcber der Elbe, aber die Sonne dr\u00fcckt schon etwas durch. Das wird ein guter Tag zum Wandern. Leider hat der Wirt vergessen, uns die Lunchpakete bereitzustellen, deshalb d\u00fcrfen wir uns nochmals am Fr\u00fchst\u00fcckbuffet bedienen. Aus Respekt vor den 600 Metern H\u00f6hendifferenz heute richtet sich Brige gleich f\u00fcnf Sandwiches, man kann ja nie wissen \u2026<\/p>\n<p>Kurz vor neu starten wir, und es geht gleich hoch auf einen sch\u00f6nen Aussichtspunkt \u00fcber der Stadt Wehlen. Der Nebel hat sich bereits verzogen. Der Wanderweg ist wie \u00fcberall sandig, w\u00e4re man nicht in der H\u00f6he, w\u00fcrde man den Fluss gleich hinter dem n\u00e4chsten Baum vermuten. Nach einer halben Stunde stossen wir auf den <em>Steinernen Tisch<\/em>, einen Rastplatz, der seit 1710 unver\u00e4ndert die G\u00e4ste zur Pause einl\u00e4dt. Uns nat\u00fcrlich nicht, wir gehen direkt weiter zur <em>Bastei<\/em>, einer eindr\u00fccklichen Felsenkanzel 190 Meter \u00fcber der Elbe. Das \u00e4lteste und ber\u00fchmteste Ausflugsziel in Sachsen ist gut erschlossen und die \u00fcbliche Tourismusinfrastruktur mit Kiosken, Carparkpl\u00e4tzen, Rosskutschen und diversen Restaurationsbetrieben erwartet uns. Da wir relativ fr\u00fch unterwegs sind, treffen wir nur wenige andere G\u00e4ste an. Die Bastei ist allerdings wirklich atemberaubend, der Blick \u00fcber die Elbe ist phantastisch und die steilen Sandsteinklippen sehr eindr\u00fccklich.<\/p>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.brige.ch\/images_12\/bastei.jpg\" alt=\"\" title=\"bastei\" width=\"540\" height=\"405\" class=\"alignnone size-full wp-image-7085\" \/>\n<p>Wir sichten auch Kletterer, die unmittelbar neben den Touristen einen Sandsteinpfeiler erklimmen. Wir besichtigen die gesamte Klippe und die daran anschliessende mittelalterliche Wehranlage <em>Felsenburg Neurathen<\/em>.<\/p>\n<p>Dann geht es ebensosteil \u00fcber endlose Treppenstufen wieder hinunter. Im Tal kommen wir an der Felsenb\u00fchne Rathen vorbei, ein Freilichttheater, das heute um 14:00 Karl Mays <em>Old Surehand<\/em> zeigen wird. Ach, zu schade, sind wir so fr\u00fch dran \u2026<\/p>\n<p>Wir folgen dem Gr\u00fcnbach aufw\u00e4rts und kommen zur <em>Amselfallbaude<\/em>, das ist kein Schreibfehler, hier heissen einige Lokalit\u00e4ten wirklich \u00abBaude\u00bb. Hier w\u00e4re ein angeblich zehn Meter hoher Wasserfall zu bestaunen. W\u00e4re, wenn jemand 30 Cents zahlen w\u00fcrde, um das aufgestaute Wasser loszulassen. Doch niemand will, viel lieber wollen die deutschen Ausfl\u00fcgler im Biergarten grosse Biere trinken, schliesslich ist ja bereits 11 Uhr.<\/p>\n<p>Wir steigen weiter hoch, Brige verzehrt Sandwich 1, 2 und 3, ich Sandwich 1. So gest\u00e4rkt durchqueren wir Rathewalde, marschieren auf dem offiziellen Malerweg 500 Meter entlang der Hauptstrasse und werden bei der komplizierten Strassenkreuzung bei der Hocksteinsch\u00e4nke beinahe \u00fcberfahren. Merke, ein Wanderer hat nichts auf deutschen Strassen verloren. Zum Gl\u00fcck f\u00fchrt der Weg wieder in den Wald hinein und nach wenigen Minuten kommen wir zum <em>Hockstein<\/em>, einer weitere beeindruckende Sandsteinklippe direkt \u00fcber dem Polenztal. Auf der anderen Talseite sehen wir bereits Hohnstein, unser Tagesziel. Hier auf dem Hockstein wachsen nur Kr\u00fcppelb\u00e4ume, die Humusschicht ist d\u00fcnn, die B\u00e4ume und Pflanzen sind dem Wind und der Sonne ausgesetzt und Wasser hat es auch keines. Ganz anders 50 bis 100 Meter weiter unten. Dort ist es modrig feucht und k\u00fchl, es w\u00e4chst auch eine ganz andere Vegetation.<\/p>\n<p>Wir geniessen die Aussicht und machen uns dann an den letzten Abstieg. Der hat es in sich. Eine steile enge Treppe f\u00fchrt direkt durch zwei Klippen durch die <em>Wolfsschlucht<\/em> praktisch senkrecht nach unten. Als ich heute Morgen im Reisef\u00fchrer las, man solle heute nur kleine Rucks\u00e4cke mit sich f\u00fchren, lachte ich noch. Jetzt lache ich nicht mehr und zw\u00e4nge mich durch das Engnis hindurch.<\/p>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.brige.ch\/images_12\/wolfsschlucht.jpg\" alt=\"\" title=\"wolfsschlucht\" width=\"540\" height=\"720\" \/>\n<p>Unten im Tal spazieren wir an der Pension Polenztal mit angeschlossenem Biergarten vorbei, wo wieder grosse Biere gebechert werden. Viele G\u00e4ste trinken Schwarzbier, das ist mir schon gestern aufgefallen.<\/p>\n<p>Jetzt geht es zum letzten Mal hoch nach Hohnstein. Im Parkhotel Ambiente ist man \u00fcberrascht von unserer fr\u00fchen Ankunft; weil das Zimmer noch nicht bereit ist, st\u00e4rken wir uns auf der Terrasse mit Schorle und Holunder-Bionade. Brige getraut sich nicht, die Sandwiches 4 und 5 hier zu verzehren, das macht sie erst im Zimmer.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Morgen liegt leichter Nebel \u00fcber der Elbe, aber die Sonne dr\u00fcckt schon etwas durch. Das wird ein guter Tag zum Wandern. 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