{"id":7122,"date":"2012-09-09T21:01:17","date_gmt":"2012-09-09T19:01:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.brige.cyon.site\/?p=7122"},"modified":"2024-10-26T09:45:46","modified_gmt":"2024-10-26T07:45:46","slug":"malerweg-tag-7-schmilka-gohrisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brige.ch\/?p=7122","title":{"rendered":"Malerweg Tag 6: von Schmilka nach Gohrisch"},"content":{"rendered":"<p>Im gr\u00f6ssten Fr\u00fchst\u00fcckssaal, den ich je gesehen habe, und ich habe viele gesehen, nehmen wir das Fr\u00fchst\u00fcck zu uns. Die feinen Wurstwaren am Buffet lasse ich leider links liegen. Mettwurst, Leberwurst und Konsorten stossen mir sonst beim Wandern den halben Tag auf. Die Marschverpflegung d\u00fcrfen wir uns wieder einmal selber richten.<\/p>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.brige.ch\/images_12\/fichtenau.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"540\" height=\"405\" class=\"alignnone size-full wp-image-7128\" \/>\n<p>Wir starten gleich, wie wie gestern aufgeh\u00f6rt haben: Mit einer Zugfahrt von Krippen nach Schmilka, das sehr nahe an der tschechischen Grenze liegt. Interessanterweise erfolgt die Stationsansage zuerst in tschechisch und erst dann in deutsch. Brige weiss, dass Tschechisch eine der schwierigsten Sparchen \u00fcberhaupt sei, sieben F\u00e4lle und unz\u00e4hlige Zeitformen sowie eine Vielzahl von Sonderzeichen zeichnen sie aus. So t\u00f6nt die Durchsage auch.<\/p>\n<p>Bei Schmilka erklimmen wir den Elbeinschnitt auf einem Weg, der im klassischen s\u00e4chsischen Wanderwegstil angelegt ist: direkt hoch, mit vielen Stufen durchsetzt, die sich in alle m\u00f6glichen Richtungen neigen und in eher schlechtem Zustand sind. Daf\u00fcr sind wir schnell oben. Seit heute wandern wir auf der linken Seite der Elbe; die Landschaft ist weit, in der Ferne sehen wir Tafelberge.<\/p>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.brige.ch\/images_12\/tafelberg.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"540\" height=\"268\" class=\"alignnone size-full wp-image-7130\" \/>\n<p>Wir durchqueren die D\u00f6rfer Sch\u00f6na und Reinhardtsdorf, wo wir an einem Rastplatz mit toller Aussicht die nasse Bescherung in Briges Rucksack in Ordnung bringen, das Tetrapack mit Mineralwasser ist nicht dicht.<\/p>\n<p>Hier sieht es nun wirklich wie im Schweizerischen Mittelland aus, nur die H\u00e4user sind viel spitzgiebeliger.<\/p>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.brige.ch\/images_12\/spitz.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"540\" height=\"720\" class=\"alignnone size-full wp-image-7129\" \/>\n<p>Mittlerweile sind wir wieder in der N\u00e4he von Krippen angelangt, da, wo wir gestern \u00fcbernachteten. Nach einem kurzen Auf und Ab \u00fcber unz\u00e4hlige Stufen, was sonst, verdr\u00fccken wir die ersten Sandwiches. Mit vollem Bauch kommen wir zum ersten Mal vom Weg ab. Und zwar richtig. Der Wegweiser zeigt in die komplett verkehrte Richtung und wir verpassen in der Folge vier Rastpunkte, einen Aussichtspunkt und die Lichterh\u00f6hle. Daf\u00fcr lernen wir das D\u00f6rfchen Papstdorf kennen, was auch nicht schlecht ist, die haben n\u00e4mlich ein Feuerwehr-Museum, das wir aber nicht besuchen.<\/p>\n<p>Immer wieder schweift unser Blick \u00fcbers Land, wir sehen auf der anderen Elbeseite die eindr\u00fccklichen Sandsteinformationen, die wir bereits durchwandert haben.<\/p>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.brige.ch\/images_12\/etappen-alt.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"540\" height=\"322\" class=\"alignnone size-full wp-image-7127\" \/>\n<p>Jetzt steigt der Weg nochmals an und wir gelangen \u00fcber Treppenstufen, was sonst, auf den Papststein, einen Tafelberg, der eine tolle Rundsicht bietet. Oben befindet sich auch ein Bergrestaurant, die Papststeinbaude, und die brummt ziemlich. Das Personal kommt kaum nach mit Bieren ausschenken und riesigen Tagestellern servieren. Die Stimmung ist toll, kein Wunder, strahlendes Wetter lockt den letzten Sachsen in die H\u00f6he. Wir knipsen ein paar Bilder und steigen wieder ab. Ja, Treppenstufen.<\/p>\n<p>Unten beim Parkplatz ein grosses Gedr\u00e4nge; noch viele wollen hoch. Wir erklimmen derweil den Nachbartafelberg, den Gohrischstein. <\/p>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.brige.ch\/images_12\/wegweiser.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"540\" height=\"240\" class=\"alignnone size-full wp-image-7131\" \/>\n<p>Der ist praktisch gleich hoch, aber restaurationsfrei und deshalb viel weniger begangen. Nach endlosen Treppenstufen pr\u00e4sentiert sich oben das gleiche grandiose Panorama. Wir sehen die Etappen, die hinter uns liegen und die Etappen, die noch kommen.<\/p>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.brige.ch\/images_12\/448.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"540\" height=\"619\" class=\"alignnone size-full wp-image-7132\" \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.brige.ch\/images_12\/448b.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"540\" height=\"405\" class=\"alignnone size-full wp-image-7124\" \/>\n<p>Nat\u00fcrlich f\u00fchrt auch der Abstieg \u00fcber Treppenstufen aller Art. Das Schlussst\u00fcck der Etappe f\u00fchrt durch sch\u00f6nen Mischwald und \u00fcber Feld und Wiesen, bis wir im Kurort Gohrisch eintreffen, der schon 1875 vom Reichsgesundheitsamt als \u00abhervorragend\u00bb eingestuft wurde. Deshalb verzehren wir Kaffee und Kuchen auf der Terrasse; zusammen mit einer Busladung fr\u00f6hlicher Tagesausfl\u00fcgler, die bei jedem Witzchen, das f\u00e4llt, quieken, gluckern und schallen.<\/p>\n<p>Hier noch mein neues Lieblingsbier:<\/p>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.brige.ch\/images_12\/eibauer.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"540\" height=\"373\" class=\"alignnone size-full wp-image-7126\" \/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im gr\u00f6ssten Fr\u00fchst\u00fcckssaal, den ich je gesehen habe, und ich habe viele gesehen, nehmen wir das Fr\u00fchst\u00fcck zu uns. Die feinen Wurstwaren am Buffet lasse ich leider links liegen. Mettwurst, Leberwurst und Konsorten stossen mir sonst beim Wandern den halben Tag auf. Die Marschverpflegung d\u00fcrfen wir uns wieder einmal selber richten. 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