{"id":8312,"date":"2013-09-05T18:30:47","date_gmt":"2013-09-05T16:30:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.brige.cyon.site\/?p=8312"},"modified":"2024-10-26T09:45:46","modified_gmt":"2024-10-26T07:45:46","slug":"westerwaldsteig-tag-4-fuchskaute-rennerod","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brige.ch\/?p=8312","title":{"rendered":"Westerwaldsteig Tag 4: Fuchskaute &#8211; Rennerod"},"content":{"rendered":"<p>Auch heute wieder herrscht wunderbares Hochsommerwetter. Die Luft ist morgens glasklar; wir sehen, wie sich die Windr\u00e4der im Luftzug drehen. F\u00fcr die  Hotelg\u00e4ste ist ein kleiner Teil im Saal abgesperrt, im \u00fcbrigen Bereich z\u00e4hle ich gut 200 Sitzpl\u00e4tze. Ich m\u00f6chte nicht wissen, wie es hier an einem Spitzentag brummt. Doch, eigentlich m\u00f6chte ich es schon wissen, nur nicht gerade jetzt beim Fr\u00fchst\u00fcck. Wir sind praktisch alleine, nur noch ein zweites Ehepaar widmet sich ebenfalls der reichhaltig belegten Platte, die jeder Tisch erh\u00e4lt. K\u00e4se, Wurstwaren, Br\u00f6tchen, wunderbar! Auch den Fliegen schmeckt das Fr\u00fchst\u00fcck, Brige wedelt ordentlich mit der Hand. Die Fliege an ihrem Oberschenkel entpuppt sich als Biene, der Stich schmerzt z\u00fcnftig. Ich geniesse derweil ein feines Honigbr\u00f6tchen.<\/p>\n<p>Heute erwartet uns eine Sprintetappe, denn es geht praktisch die ganze Strecke leicht bergab. Wir queren den Windpark mit den 12 Windr\u00e4dern, wo sich auch eine Schautafel mit den wichtigsten technischen Daten befindet. Der Rotor ist 34 Tonnen schwer, die Bl\u00e4tter verstellbar und die CO<sub>2<\/sub>-Einsparung enorm. Mehr dazu findet man <a href=\"http:\/\/www.kevag.de\/kevag-gruppe\/energiewende\/windpark-westerwald\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<\/p>\n<p>Bei einem Erholungsheim in der N\u00e4he von Homberg gehen wir falsch. Meint Brige. Schliesslich seien die Westerwaldsteig-Zeichen \u00fcbermalt. Ich aber beharre darauf, dass wir uns genau auf der Route befinden, wie sie in der Karte eingezeichnet ist. Etwas sp\u00e4ter vereinen sich alte und neue Route wieder. Wir einigen uns auf halbfalsch.<\/p>\n<p>Mittlerweile erreichen wir die Ortschaft Rehe, dessen ber\u00fchmtes Fachwerk-Rathaus \u00fcber einen evangelischen Betsaal im ersten Stock verf\u00fcgt. Das Geb\u00e4ude ist wirklich schmuck, nur schade, dass es komplett mit geparkten Fahrzegen zugestellt ist. Etwas unterhalb Rehe gelangen wir zur Krombachtalsperre, einem kleinen Stausee, der jetzt gerade \u00fcber recht wenig Wasser verf\u00fcgt. Hier rasten wir und es geschieht ein Wunder: Ein Wanderer! Der erste, der uns in den drei Tagen begegnet ist.<\/p>\n<p>Etwas sp\u00e4ter holen wir ihn ein, als er seinerseits eine Pause einlegt. Nun f\u00fchrt der Weg entlang eines milit\u00e4rischen \u00dcbungsplatzes, wo bei Betreten vor \u00abSchusswaffengebrauch\u00bb gewarnt wird. Also bleiben wir brav auf dem Weg. So brav, dass wir prompt einen Abzweiger verpassen. Zum Gl\u00fcck ist unser Mitwanderer nur kurz hinter uns, er ruft uns zur\u00fcck und f\u00fchrt uns auf den rechten Pfad. <\/p>\n<p>Rennerod r\u00fcckt n\u00e4her. Wir umgehen das Dorf n\u00f6rdlich und stossen am Waldrand auf den <em>Butterweck<\/em>, einen Haufen mit Kugelbasaltgestein, das von der Form her tats\u00e4chlich an ein Br\u00f6tchen erinnert. Die Stelle war zugleich die geografische Mitte der Bundesrepublik Deutschland. Nach dem Mauerfall ist dieser Punkt nach Nordosten nach Niederdorla in Th\u00fcringen gewandert. Seltsame B\u00e4nke haben sie \u00fcbrigens in Rennerod mit einer viel zu hohen Sitzfl\u00e4che. Man solle Beine und Seele baumeln lassen und die Gelenke entspannen, kl\u00e4rt uns die Hinweistafel auf. Zudem solle man die F\u00fcsse kreisen lassen, um die Pumpleistung des Herzens zu erh\u00f6hen. Das sieht alles f\u00fcrchterlich unbequem aus; ich erh\u00f6he meine Pumpleistung lieber beim Wandern \u2026<\/p>\n<p>Wir passieren unseren rastenden Mitwanderer, er zieht gleich, als wir das n\u00e4chste Mal rasten und wir unterhalten uns angeregt \u00fcber den Westerwald-Steig. Er sei hier aus der Gegend, h\u00e4tte den Steig schon zweimal vollst\u00e4ndig abgewandert, aber heute g\u00f6nne er sich nur eine sch\u00f6ne Tagesetappe, das St\u00fcck, das wir nicht wandern werden, also das nach Hachenberg, sei eigentlich noch sch\u00f6ner. Gut zu wissen.<\/p>\n<p>Kurz darauf verlassen wir den Wanderweg und marschieren ins Zentrum von Rennerod zum Hotel R\u00f6ttger. Die 27 Grad brennen unbarmherzig, nach wie vor kein W\u00f6lkchen am stahlblauen Himmel. Wir beziehen das Zimmer, leisten uns im Biergarten ein richtig grosses Bier, erkunden den Ort, der von einer stark befahrenen Strasse geteilt wird, dann gibt&#8217;s Kuchen und Kaffee in der Konditorei Br\u00f6mmel, und jetzt freuen uns auf das Abendessen. Wirt und K\u00fcche machen einen sehr vielversprechenden Eindruck!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch heute wieder herrscht wunderbares Hochsommerwetter. Die Luft ist morgens glasklar; wir sehen, wie sich die Windr\u00e4der im Luftzug drehen. F\u00fcr die Hotelg\u00e4ste ist ein kleiner Teil im Saal abgesperrt, im \u00fcbrigen Bereich z\u00e4hle ich gut 200 Sitzpl\u00e4tze. Ich m\u00f6chte nicht wissen, wie es hier an einem Spitzentag brummt. 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