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Toblach: Wanderung zu den Drei Zinnen

Schon liegt unser letzter Wandertag vor uns. Pünktlich um 8.30 Uhr werden wir abgeholt und zum Startpunkt im Fischleintalboden chauffiert. Wir sind gespannt auf die vielen Mitwanderer heute, hat uns der nette Rezeptionist doch gestern erklärt, oben bei den Drei Zinnen sei es wie in Rimini. Aber er hat uns darin bestärkt, die Route so zu laufen, wie unser Programm es vorsieht. Und wir werden nicht enttäuscht!

Und hoch vom Fischleintal!

Wir befinden uns im Naturpark Drei Zinnen (UNESCO-Weltnaturerbe) und wandern mit vielen anderen Berggängern durch das schöne Fischleintal. Man fühlt sich etwa so wie auf der 5-Seen-Wanderung. Die vielen Menschen sind aber alle sehr brav, nirgends liegt Abfall, sie grüssen und machen Platz, wenn wir von hinten kommen. Wir steigen knapp 1’000 Meter hinauf zur Dreizinnenhütte auf 2’438 Metern über Meer. Die erste Stunde ist zäh: Die Sonne brennt, und es ist heiss im Talkessel. Je höher man kommt, umso angenehmer wird es. Ein leichter Wind kühlt den Körper endlich, so dass man die Unmenge Schweiss nicht vergebens produziert.

Die Dreizinnenhütte am Horizont, und zwei der Zinnen ebenfalls

Nach knapp zwei Stunden haben wir es geschafft und erreichen die Dreizinnenhütte; und von dort hat man einen fantastischen Blick auf die Drei Zinnen. Und jetzt sehen wir auch, was der Rezeptionist meinte: Sehr viele Ausflügler machen den Rundweg vom Rifugio Auronzo zur Dreizinnenhütte und retour, und es herrscht Hochbetrieb auf den Wegen.

Die Dreizinnenhütte, alles andere als eine Hütte

Wir rasten kurz und geniessen den Anblick dieser drei spektakulären, fast 3’000 Meter hohen Zinggen in der wilden Bergwelt der Dolomiten. Während unserer Pause verschwinden auch noch die letzten Wattebäuschchen von den Gipfeln, so dass wir perfekte Fotos schiessen können.

Da sind sie: die Drei Zinnen! Ihr Kamm bildet übrigens die Sprachgrenze.

Wir sehen, dass unsere Route das Rienztal hinab nur wenig begangen wird, was uns frohlocken lässt. Dann zieht ein ganzes Rudel Bergläufer an uns vorbei – aber die werden uns bestimmt nicht im Weg sein.

Das obere Rienztal

Der zweite Teil unserer Wanderung ist nicht minder eindrücklich. Das Rienztal ist wild, fast eine Schlucht, auf beiden Seiten sind die Berge steil und zwei- bis dreitausend Meter hoch und überall sieht man Gerölllawinen hinabkommen. Wasser führt die Rienz aber im oberen Teil kaum, es wirkt alles sehr trocken. Auch ein vielversprechender Wasserfall ist leider nicht in Betrieb.

Noch ein Blick auf die Drei Zinnen

Der Abstieg ist recht kräfteraubend, denn der Weg ist felsig und oft voller Geröll, am Schluss läuft man praktisch im Flussbett. Zu Beginn des Abstiegs haben wir einen tollen Blick auf die Drei Zinnen, dann verschwinden sie, lugen aber immer wieder einmal zwischen den anderen Bergen hervor.

Eine wilde Sache: das Rienztal und hinten eine Zinne

Endlich erreichen wir das Landrotal. Von dort nehmen wir den Shuttle-Bus, für den wir bereits gestern die Tickets online reservieren mussten. Er kommt so schnell, dass ich mit Brille, Handy, Maske, Hut ein Gnusch habe, aber der Chauffeur nimmt uns mit nach Toblach. Ja, in Italien herrscht im öffentlichen Verkehr nach wie vor FFP2-Pflicht.

Müde, aber hochzufrieden kommen wir zurück ins Hotel. Das war ein grossartiger letzter Wandertag!

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